
Zeitungen des Jahres 2000, Ausgabe Februar:
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B 101 - Am 4. Januar 2000 meldete die Berliner Morgenpost: “Senat legt Ausbau der B 101 vorerst auf Eis“. Ähnliche Stimmen sind aus den Verwaltungen des Umwelt- und Verkehrssenats zu hören: in der kommenden Legislaturperiode würden die Planungen zum Neubau der B 101 zwischen Malteserstraße und Munsterdamm nicht weiter verfolgt. Zum einen bietet diese Nachricht für uns Anlaß zur Freude.
Gilt doch der Neubau der B 101 als ebenerdige Variante bei Berliner Politikern
als „politisch nicht durchsetzbar“. Das bedeutet, daß die Aktivitäten
vieler Lankwitzer und Südender Bürgerinnen und Bürger (12000
Unterschriften, viele Briefe und Veranstaltungen sowie ein Straßenfest
der Bürgerinitiative) etwas bewirkt haben. Wir haben nicht einfach alles über uns ergehen lassen nach dem Motto „Die da oben machen doch, was sie wollen!“, sondern wir haben uns zu Wort gemeldet und uns auch Gehör verschafft. Andererseits dürfen wir nicht vergessen: Die B 101 ist damit noch keineswegs vom Tisch! In der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und SPD steht, die B 101 „bleibt planerisch gesichert“. Sie bleibt also in den Plänen erhalten, d.h. die Trasse wird für den Straßenbau freigehalten. Man wartet nur auf günstigere Bedingungen - vollere Finanztöpfe und etwas schläfrigere Anwohnerinnen und Anwohner - um die Straße irgendwann doch zu bauen. Denn wir dürfen die Kräfte für einen Straßenbau
nicht unterschätzen. Es gibt einen starken Druck von Seiten der Fuhrunternehmer,
die ihre LKWs ungehindert vom Güterverkehrszentrum Großbeeren
über die B 101 in Richtung Innenstadt rollen lassen wollen. Auch der
ADAC war nicht untätig und verlangte vor den Koalitionsgesprächen
den Ausbau dieser Straße. Immer noch gilt, unser Ziel muß sein: Lankwitz und Südende
als Wohn- und Lebensbezirke zu erhalten und nicht durch Transitverkehrsströme
zerschneiden zu lassen. Auf einem Teil der Trasse, zwischen Schulstraße und Langkofelweg,
gibt es bereits eine Initiative für eine andere Nutzung:
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