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Polizeiabschnitt 46 informiert
zum Thema
"Wohnungseinbruch"
Bei insgesamt 226.825 Fällen des Diebstahls aus Wohnungen entstand
1997 bundesweit ein Schaden in Höhe von rund 697 Mio. DM. Darunter
wurden 182.009 Wohnungseinbrüche angezeigt. Als sogenannte Tageswohnungseinbrüche
(Tatzeit: 06.00 Uhr bis 21.00 Uhr) wurden allein 66.315 Fälle gemeldet.
Nach polizeilichen Untersuchungen scheiterten mehr als ein Drittel aller
Versuche, weil die Häuser oder Wohnungen gesichert waren. Der Einbruch
in Einfamilienhäuser erfolgt meist über die Fenstertüren
(Balkontür) und Fenster, danach erst über die Haustüren
und den Kellerbereich. Bei Mehrfamilienhäusern wird überwiegend
über die Wohnungseingangstüren, aber auch über leicht erreichbare
Fenster und Fenstertüren eingebrochen.
Weit über die Hälfte der Türen werden mit einfachem Hebelwerkzeug
aufgehebelt. Danach kommen Angriffe auf die Schließzylinder. Nicht
selten dringen Einbrecher über die nur ins Schloß gezogene und
nicht verriegelten Türen ein.
Weit über die Hälfte der Fenster, Balkon- und Terrassentüren
werden mit einfachem Hebelwerkzeug, z.B. Schraubendreher, aufgehebelt.
Oft sind Fenster/-türen gekippt oder stehen offen.
Terrassentüren sind besonders gefährdet, weil sie oft von außerhalb
des Grundstücks schlecht einsehbar sind. Balkontüren und -fenster
sind dann sicherheitsrelevant, wenn sie über Kletterhilfen (Leitern,
Gartenmöbel, Blumengitter) sowie für geübte Kletterer über
das Dach oder benachbarte Balkone erreichbar sind.
Weit über ein Drittel der Wohnungseinbrüche werden durch Tageswohnungseinbrecher
begangen. In Wirklichkeit dürfte die Zahl höher sein, da bei
Reiseabwesenheit der Wohnungsinhaber die genaue Tatzeit meist nicht feststellbar
ist.
Daher:
Sichern Sie Haus- und Wohnungstüren, auch Nebeneingänge, Balkon-
und Terrassentüren sowie Fenster mit mechanischen Sicherungen.
Ein gutes Zusatzschloß mit Sperrbügel an der Eingangstür
schützt Sie vor ungebetenen Besuchern.
Sichern Sie Rolläden gegen das Hochschieben.
Sichern Sie Kellerlichtschächte und Kellerfenster zum Beispiel
mit massiven gut verankerten Gittern.
Nachbarn helfen Nachbarn: Achten Sie bewußt auf gefährdende
und verdächtige Situationen.
Alarmieren Sie bei Gefahr und Verdachtsfällen sofort die Polizei über
Notruf 110.
Bauen Sie in die Tür ein einbruchhemmendes Schloß mit besonders
geschütztem Profilzylinder ein und versehen Sie beides mit einem Schutzbeschlag
mit zusätzlicher Zylinderabdeckung.
Verschließen Sie die Fenster, Balkon- und Terrassentüren
auch dann, wenn Sie Haus oder Wohnung nur kurz verlassen. Vorsicht: Gekippte
Fenster sind offene Fenster.
Ihr PHK Andreas Braun
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