Zeitungen des Jahres 2000, Ausgabe Februar:

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Polizeiabschnitt 46 informiert
zum Thema
"Wohnungseinbruch"


Bei insgesamt 226.825 Fällen des Diebstahls aus Wohnungen entstand 1997 bundesweit ein Schaden in Höhe von rund 697 Mio. DM. Darunter wurden 182.009 Wohnungseinbrüche angezeigt. Als sogenannte Tageswohnungseinbrüche (Tatzeit: 06.00 Uhr bis 21.00 Uhr) wurden allein 66.315 Fälle gemeldet.

Nach polizeilichen Untersuchungen scheiterten mehr als ein Drittel aller Versuche, weil die Häuser oder Wohnungen gesichert waren. Der Einbruch in Einfamilienhäuser erfolgt meist über die Fenstertüren (Balkontür) und Fenster, danach erst über die Haustüren und den Kellerbereich. Bei Mehrfamilienhäusern wird überwiegend über die Wohnungseingangstüren, aber auch über leicht erreichbare Fenster und Fenstertüren eingebrochen.
Weit über die Hälfte der Türen werden mit einfachem Hebelwerkzeug aufgehebelt. Danach kommen Angriffe auf die Schließzylinder. Nicht selten dringen Einbrecher über die nur ins Schloß gezogene und nicht verriegelten Türen ein.
Weit über die Hälfte der Fenster, Balkon- und Terrassentüren werden mit einfachem Hebelwerkzeug, z.B. Schraubendreher, aufgehebelt. Oft sind Fenster/-türen gekippt oder stehen offen.
Terrassentüren sind besonders gefährdet, weil sie oft von außerhalb des Grundstücks schlecht einsehbar sind. Balkontüren und -fenster sind dann sicherheitsrelevant, wenn sie über Kletterhilfen (Leitern, Gartenmöbel, Blumengitter) sowie für geübte Kletterer über das Dach oder benachbarte Balkone erreichbar sind.
Weit über ein Drittel der Wohnungseinbrüche werden durch Tageswohnungseinbrecher begangen. In Wirklichkeit dürfte die Zahl höher sein, da bei Reiseabwesenheit der Wohnungsinhaber die genaue Tatzeit meist nicht feststellbar ist.

Daher:
Sichern Sie Haus- und Wohnungstüren, auch Nebeneingänge, Balkon- und Terrassentüren sowie Fenster mit mechanischen Sicherungen.

Ein gutes Zusatzschloß mit Sperrbügel an der Eingangstür schützt Sie vor ungebetenen Besuchern.

Sichern Sie Rolläden gegen das Hochschieben.

Sichern Sie Kellerlichtschächte und Kellerfenster zum Beispiel mit massiven gut verankerten Gittern.

Nachbarn helfen Nachbarn: Achten Sie bewußt auf gefährdende und verdächtige Situationen.
Alarmieren Sie bei Gefahr und Verdachtsfällen sofort die Polizei über Notruf 110.

Bauen Sie in die Tür ein einbruchhemmendes Schloß mit besonders geschütztem Profilzylinder ein und versehen Sie beides mit einem Schutzbeschlag mit zusätzlicher Zylinderabdeckung.

Verschließen Sie die Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch dann, wenn Sie Haus oder Wohnung nur kurz verlassen. Vorsicht: Gekippte Fenster sind offene Fenster.

Ihr PHK Andreas Braun


zurück | letzte Änderung: 1. Februar 2000, webmaster