Zeitungen des Jahres 2000, Ausgabe November:



 
 

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Menschen haben Krisen,
Steglitz hat einen Krisendienst


365 Tage im Jahr - Tel. 030 / 390 63 60



Allein in Berlin haben sich 1998 insgesamt 447 Menschen das Leben genommen (in Deutschland insgesamt jährlich rund 12.000), die Zahl der Suizidversuche ist um ein Vielfaches höher. Aufgrund der alarmierenden Zahlen von Suiziden ("Selbstmorden") und Suizid-Versuchen bildet dieses Problemfeld einen Schwerpunkt in der Arbeit des Berliner Krisendienstes.

Menschen haben Krisen - dafür sind wir da.

Krisenintervention und Vorsorgearbeit bei suizidalen Menschen haben daher einen besonderen Stellenwert in der Arbeit des Berliner Krisendienstes. Unabhängig von Alter, Bildung, Sozialsituation  geraten zunehmend mehr Menschen in schwere seelische Krisen.
 
Der Berliner Krisendienst macht ein Angebot für Menschen, die eine Krise durchleben und Unterstützung suchen.

Ambulante Maßnahmen: die Vermittlung passender Beratungs- und Selbsthilfeangebote sowie die Vereinbarung von Folgegesprächen.

Menschen in einer Krisensituation brauchen Hilfe- oder besser: Hilfe zur Selbsthilfe.

Hilfesuchende dabei zu unterstützen ist die Aufgabe der Mitarbeiter des Berliner Krisendienstes, die sich aus den Berufsgruppen der Psychologen, Sozialarbeiter, Ärzte und Pflegekräfte mit Erfahrungen aus der psychiatrischen Arbeit zusammensetzen. Aber auch diejenigen, die mit Betroffenen leben und arbeiten, können sich an  den Krisendienst wenden. Oft sind es Dritte, die auf psychiatrische Notfallsituationen und suizidale Menschen aufmerksam machen und somit erst die Rettung von Gesundheit und Leben durch den Berliner Krisendienst und andere ermöglichen. 

Krisen und psychiatrische Notfälle treten überdurchschnittlich in den Abend- und Nachtstunden auf.  Bislang gab es kein flächendeckendes Hilfsangebot.

Seit Oktober 1999 hat der Krisendienst die Versorgung für ganz Berlin übernommen.

Direkt am U- und S- Bahnhof Rathaus Steglitz in der Albrechtstr.7  I.OG befindet sich der Standort Südwest des Berliner Krisendienstes, der für die Ratsuchenden aus Steglitz, Zehlendorf, Tempelhof und Schöneberg zuständig ist.

An Werktagen von 8.00 bis 16.00 Uhr sind die Anlaufstellen des allgemeinen Gesundheitswesens (Arztpraxen, Beratungsstellen, sozial-psychiatrische Dienste der Bezirke etc.) geöffnet.

Der Bereitschaftsdienst ist zu diesen Zeiten für telefonische Informationen und Weitervermittlung da.

Der Standort in der Albrechtstraße ist täglich von 16.00 bis 24.00 Uhr erreichbar (Tel. 030/390 63 60).

Damit werden die vorhandenen psychosozialen und psychiatrischen Dienste außerhalb ihrer Öffnungszeiten effektiv ergänzt. Zu diesen Zeiten können Hilfesuchende mit den Beratern telefonisch Kontakt aufnehmen oder sie persönlich aufsuchen, kostenlos und auf Wunsch anonym. In dringenden Fällen suchen die Berater auch den Ort der Krise auf, Ärzte stehen in Rufbereitschaft. 

Außerhalb der Öffnungszeiten wird jeder Anruf automatisch an den überregionalen Bereitschaftsdienst weitergeleitet.

Ein wichtiger Teil der Krisenversorgung  wird gemeinsam am Krankenhaus Moabit (Turmstraße 21) von allen Mitarbeitern des Berliner Krisendienstes  von 24.00 bis 16.00 Uhr (Tel. 030/ 390 63 00) für das gesamte Stadtgebiet Berlin betrieben.

Der Berliner Krisendienst bietet seine Unterstützung professionellen Hilfseinrichtungen, sowie dem allgemeinen Notfallsystem an: Ärzte, Therapeuten und Mitarbeiter sozialer Einrichtungen, Polizei und Feuerwehr können den  Krisendienst jederzeit in Anspruch nehmen und bei Notfall-Einsätzen hinzuziehen.

Weiterführende Informationen finden sich im Internet unter
www. berliner-krisendienst.de.

Telefon: 390 63 60 (16-24 Uhr)
Albrechtstraße 7, S-Bhf. Steglitz


zurück | letzte Änderung: 01. November 2000, webmaster