Zeitungen des Jahres 2001, Ausgabe April:


...  Schon mal  da jewesen?
Tipps aus dem Bezirk von Gisela Kempe

CAFE MULTI-KULTI
Endlich haben wir es einmal geschafft, zum Brunch in's "Multi-Kulti” zu gehen. Immer am 1. Sonntag eines Monats findet in der Zeit von lo.oo Uhr bis 14.oo Uhr ein Brunch statt. Die "Wirtin" ist voller Ideen, um Ihren Gästen „etwas zu bieten". Für heute werden die „SONGSCHWESTERN"angekündigt.
Das "Multi-Kulti" finden Sie im Rathaus Lichterfelde in der Goethestraße. Die lichten, in sonnengelb gehaltenen Räumlichkeiten liegen erdverbunden im Erdgeschoss. Hier treffen sich Schüler der Volkshochschule ebenso, wie Jung und Alt von nebenan und anderswo. Mein Mann und ich kamen um 1o.oo Uhr - Frühstückszeit - im" Multi-Kulti" an, und der Raum war schon ziemlich gefüllt. Wir erfuhren, daß man sich vorher anmelden sollte, was uns entgangen war. Auf unkomplizierte Weise löste die Chefin des Hauses, Frau Schaffran - Deutschmann die Situation, indem sie uns einen kleinen, runden Tisch und 2 Stühle be-schaffte. So hatten wir das Glück, direkt an der "Bühne" zu sitzen. Die Stimmung war locker und fast so, als würde man sich schon untereinander kennen. Das Buffet stand in L-Form aufgebaut und jeder konnte nehmen, was und wieviel er mochte. Für 15 DM pro Person gibt's da nichts zu meckern. Das Personal agierte unauffällig und aufmerksam. Sobald etwas ausgegangen war, kam Nachschub. 
Der Kaffee und Tee vertrieb die letzte Müdigkeit aus unseren Köpfen und um 11.oo Uhr traten die angekündigten "Songschwes-tem" - verkleidet wie in den"Zwanziger Jahren" - auf die Bühne. Unverkennbar waren die Kleidungsstücke: Erinnerungen an die Zeit des aufkommenden Charleston, den Tanz, den ich am liebsten tanzte.
Von den 10 Songschwestem waren heute 4 erschienen, die ihre Sache wirklich gut und voller Engagement herüberbrachten. Die blondgelockte, zierliche Klavierspielerin führte die Gruppe auf unauffällige Weise .Es gab Einzel- und Gruppendarbietungen und ein eigener "Songschwestem-Song” rundete die Aufführung ab.
Am Nachbarttisch traf ich auf zwei mir bekannte "Schwimmschwestern”, die sogenannten "Eisenten", die jahrelang brav bei Wind und Wetter im Lichterfelder"Spucki" anzutreffen sind. Ihnen und uns allen Anwesenden hat dieser Sonntagmorgen gutgetan und wir haben vor, uns dieses Erlebnis öfter zu gönnen. Ich glaube -ehrlich gesagt -,das hier ist und wird zu einem"GEHEIMTIP".
Mein Dank gilt allen, die zum Gelingen der Sonntagmorgenstunden beigetragen haben.  


zurück | letzte Änderung: 02. April 2001, webmaster