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Schon mal da jewesen?
Tipps aus dem Bezirk von Gisela Kempe
CAFE MULTI-KULTI
Endlich haben wir es einmal geschafft, zum Brunch in's "Multi-Kulti”
zu gehen. Immer am 1. Sonntag eines Monats findet in der Zeit von lo.oo
Uhr bis 14.oo Uhr ein Brunch statt. Die "Wirtin" ist voller Ideen, um Ihren
Gästen „etwas zu bieten". Für heute werden die „SONGSCHWESTERN"angekündigt.
Das "Multi-Kulti" finden Sie im Rathaus Lichterfelde in der Goethestraße.
Die lichten, in sonnengelb gehaltenen Räumlichkeiten liegen erdverbunden
im Erdgeschoss. Hier treffen sich Schüler der Volkshochschule ebenso,
wie Jung und Alt von nebenan und anderswo. Mein Mann und ich kamen um 1o.oo
Uhr - Frühstückszeit - im" Multi-Kulti" an, und der Raum war
schon ziemlich gefüllt. Wir erfuhren, daß man sich vorher anmelden
sollte, was uns entgangen war. Auf unkomplizierte Weise löste die
Chefin des Hauses, Frau Schaffran - Deutschmann die Situation, indem sie
uns einen kleinen, runden Tisch und 2 Stühle be-schaffte. So hatten
wir das Glück, direkt an der "Bühne" zu sitzen. Die Stimmung
war locker und fast so, als würde man sich schon untereinander kennen.
Das Buffet stand in L-Form aufgebaut und jeder konnte nehmen, was und wieviel
er mochte. Für 15 DM pro Person gibt's da nichts zu meckern. Das Personal
agierte unauffällig und aufmerksam. Sobald etwas ausgegangen war,
kam Nachschub.
Der Kaffee und Tee vertrieb die letzte Müdigkeit aus unseren Köpfen
und um 11.oo Uhr traten die angekündigten "Songschwes-tem" - verkleidet
wie in den"Zwanziger Jahren" - auf die Bühne. Unverkennbar waren die
Kleidungsstücke: Erinnerungen an die Zeit des aufkommenden Charleston,
den Tanz, den ich am liebsten tanzte.
Von den 10 Songschwestem waren heute 4 erschienen, die ihre Sache wirklich
gut und voller Engagement herüberbrachten. Die blondgelockte, zierliche
Klavierspielerin führte die Gruppe auf unauffällige Weise .Es
gab Einzel- und Gruppendarbietungen und ein eigener "Songschwestem-Song”
rundete die Aufführung ab.
Am Nachbarttisch traf ich auf zwei mir bekannte "Schwimmschwestern”,
die sogenannten "Eisenten", die jahrelang brav bei Wind und Wetter im Lichterfelder"Spucki"
anzutreffen sind. Ihnen und uns allen Anwesenden hat dieser Sonntagmorgen
gutgetan und wir haben vor, uns dieses Erlebnis öfter zu gönnen.
Ich glaube -ehrlich gesagt -,das hier ist und wird zu einem"GEHEIMTIP".
Mein Dank gilt allen, die zum Gelingen der Sonntagmorgenstunden beigetragen
haben. |