Zeitungen des Jahres 2001, Ausgabe Februar:


 
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10 Jahre Hummelclub Berlin
Ausstellung im Heimatmuseum
vom 2. Februar bis 4. Februar.

Wer bei Hummelclub im ersten Moment an Automobilfans denkt, liegt total daneben. Und muss auf einige Überraschungen gefasst sein (wie der Autor dieser Zeilen). So entdeckt er wohlmöglich in seiner eigenen Wohnung ein Werk von Ma-ria Innocentia Hummel - nachdem ihn die Familie gründlich aufklären musste. „Hummel! - da hängt doch das Bild im Kinderzimmer - weißt du nicht?“.

Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit sind die Bilder, Figuren, Postkarten, Aufstellschilder, ja sogar Kaffeesahnedecker mit Motiven von M.I.Hummel bekannt. Besonders in Europa und Amerika gibt es viele Hummel-Fanclubs, die Treffen organisieren, um untereinander Figuren zu tauschen, gemeinsam Ausstellungen zu organisieren, Informationen zur Geschichte und Herstel-lung der Figuren und zum Leben der Maria Innocen-tia Hummel auszutauschen oder einfach nur um gemeinsame Interessen zu pflegen oder ge-meinsam etwas zu unternehmen. Seit 7 Jahren leitet Wilma Gütge-mann-Holtz zusammen mit einer Clubschwester den Hummelclub „Ein süßer Gruß“ in Berlin. In diesem Jahr feiern sie ihr zehnjähriges Bestehen. Dazu wird es im Heimatmuseum in der Drakestraße 64A eine kleine Ausstellung geben. Hier kann man sich von dem Zauber der Hummelfiguren überzeugen. 
Maria Innocentia Hummel wurde am 12. Mai 1909 als Berta Hummel in Massing an der Roth in Niederbayern geboren. Schon im Kindesalter zeigte sich ihr ausgeprägtes schöpferisches Talent. Sie hatte einen außerordentlichen Sinn dafür, Menschen und Ereignisse in ihrer Umgebung zu beobachten und auf Papier festzuhalten. Mit 18 Jahren begann Sie ein Studium an der Akademie für Ange-wandte Kunst in München.
Kurz nach der Abschlussprü-fung 1931 entschied sich Berta Hummel für ein Leben im Franziskanerkloster in Sießen. Zeichnete und malte Sie früher hochlebendige Charakterstudien, so beauftragte man Sie im Kloster mit Entwürfen für Fleißbildchen, Andachts- und Missionsbilder oder Altargemälden. Der Stil dieser Bilder wird in Fach-kreisen als „kindlich lieb“ bezeichnet. Später dienten diese Bilder der Firma Goebel als Vorlage für die berühmten Hummelfiguren.
Ausstellungseröffnung ist am Freitag, dem 2. Februar 2001 um 18 Uhr, Besichtigung Sam-stag und Sonntag darauf jeweils von 11 bis 17 Uhr im Heimat-museum, Drakestr. 64A in Lichterfelde, Bus 111. Der Eintritt ist frei!
 


 


zurück | letzte Änderung: 1. Februar 2001, webmaster