Zeitungen des Jahres 2001, Ausgabe Juni:


 
... Gedenktafel für Sanitätsrat
Dr. med. James Fraenkel

An der Leonorenstraße, Ecke Siemensstraße in Lankwitz fällt ein stattliches Haus mit Loggien und Balkonen auf. Es ist das ehemalige Kurhaus Lankwitz. Der grüne Bau, wie die beiden Backsteingebäude auf dem weitläufigen, parkartigen Grundstück an der Leonorenstraße gehören zur ehemaligen Privaten Heil- und Pflegeanstalt „Berolinum“. Der Gründer dieser Privatklinik war Dr. med. James Fraenkel.
James Fraenkel war einer der namhaftesten Nervenärzte Europas. Seine medizinische Leistung, die denkmalgeschützten Klinikgebäude und die lebhaften Erinnerungen an James Fraenkel und sein Sanatorium in Lankwitz sowie die Schicksale seiner Familie haben den Arbeitskreis Historisches Lankwitz veranlasst, den jüdischen Arzt und hochgeschätzten Lankwitzer Mitbürger und Kommunalpolitiker mit einer Gedenktafel am Ort seines Lebens und Wirkens zu ehren. Der Arbeitskreis zeigt mit der Tafel zugleich auf einen „Lankwitzer Erinnerungsort“.

Mit der Gedenktafel ehren wir zugleich alle vertriebenen und ermordeten jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen in Lankwitz.

Die Tafel, die aus privaten Spenden finanziert wurde, wird am Montag, den 9. Juli 2001 um 13 Uhr vom Bezirksbürgermeister von Berlin Steglitz-Zehlendorf, Herbert Weber, am ehemaligen Kurhaus Lankwitz, heute Haus 4 des Pflegewohnheims Haus Leonore“ des Auguste-Viktoria-Krankenhauses, an der Leonorenstraße 17-33 in Berlin-Lankwitz enthüllt.

Eine große Zahl von Nachfahren, darunter aus Israel und Großbritannien, werden an der Ehrung teilnehmen und sein Grab auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee besuchen.
Der Arbeitskreis Historisches Lankwitz gibt eine Broschüre über James Fraenkel heraus.

Arbeitskreis Historisches Lankwitz, 
Wolfgang Friese


zurück | letzte Änderung: 28. Mai 2001, webmaster