Zeitungen des Jahres 2002, Ausgabe April:


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Genug geraucht?

Ein Nachtschattengewächs, das vielen Zeitgenossen Probleme bereitet: der Tabak. Inhaliert er doch - der Raucher - ein Mix aus ca. 4000 unterschiedlich giftig wirkender Stoffe. Geraucht werden Zigaretten wegen des Nikotingehaltes. Ein Stoff mit hohem Suchtpotenzial. Wir kennen zwei Formen der Abhängigkeit:

Von der körperlichen Abhängigkeit sprechen wir, wenn ausbleibende Nikotinzufuhr ein unangenehmes Körpergefühl verursacht. Die als angenehm empfundene Wirkung des Nikotins hat nicht lange angehalten und muss durch Rauchen einer weiteren Zigarette erneuert werden. Ganz eindeutig dient das Rauchen hier zur Vermeidung körperlicher Entzugserscheinungen.

Bei der psychischen Abhängigkeit beobachten wir einprogrammierte Verhaltensweisen im Sinne von Gewohnheiten. Bestimmte Situationen wirken als Schlüsselreize: zum Kaffee, Bier..., beim Telefonieren, beim Warten, unter Stress... folgt der automatische Griff zur Zigarette.
Wenige Sekunden nach dem Inhalieren des Zigarettenrauches erreicht ca. 25% des Nikotins über die Blutbahn das Gehirn. Dies erklärt die hohe Suchtgefahr. Über das zentrale Nervensystem vermittelt es anregende Wirkung, während es über das vegetative Nervensystem beruhigend Einfluss nimmt. Derart wird die Zigarette auch eingesetzt. Bei Abgespanntheit erwartet der Rauchende belebende Wirkung, während sie in als belastend empfundenen Situationen, generell bei Stress, beruhigen soll. Der Preis - gemeint ist an dieser Stelle der gesundheitliche - ist hoch. Das Nikotin erhöht die Herzfrequenz und den Blutdruck, es lässt die Blutgefäße verengen und stört so mit dem ebenfalls eingeatmeten Kohlenmonoxid die Durchblutung. Herzkranzgefäße, Gehirn und Gliedmaßen werden dauerhaft nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Teerstoffe hinterlassen Ablagerungen an den Atemwegswänden.

Das Rauchen ist massiv beteiligt bis ursächlich verantwortlich an der Entstehungsgeschichte von chronischem Husten, Bronchitis, Durchblutungsstörungen, Gefäßschäden, Herz- Kreislaufkrankheiten, verschiedener Krebsarten. Wenn körperliche Beeinträchtigungen wahrgenommen werden und Raucher die Abhängigkeit registrieren müssen, erst dann werden die Folgen des Rauchens ernst genommen und Überlegungen in Richtung Ausstieg getroffen. Tabakabstinenz kann bei abhängigen Rauchern zu Entzugssymptomen wie Unruhe, Ängstlichkeit, Schlafstörungen und depressiver Verstimmung führen. In der Regel halten sie ein bis vier Wochen an, in Ausnahmefällen auch länger.

Es gibt unterschiedliche Unterstützungsmöglichkeiten, den Ausstieg zu begleiten. Meine Erfahrungen beziehen sich auf die Akupunktur. Die meist gute Wirkung der Akupunktur ist vermutlich auf Endorphine zurückzuführen, die durch die Akupunktur freigesetzt werden. Das Verlangen nach der Zigarette nimmt ab bzw. wird ausgeschaltet. Die Entzugserscheinungen werden gemindert.

Grundsätzlich ist zu empfehlen, sich auf das Nichtraucher-Ziel vorzubereiten. Der Zeitpunkt der Raucherentwöhnung muss “stimmen”. Er sollte nicht in einer Zeit zusätzlicher nervlicher Anspannung liegen. Sie sollten sich auf den neuen, rauchfreien Lebensabschnitt freuen.

Monika Janke, Heilpraktikerin, Fon: 030/ 711 22 35


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