Zeitungen des Jahres 2002, Ausgabe Juli:

 

Kriegsehrenmal im Gemeindepark Lankwitz soll wieder strahlen

Am 26.10.01 waren zur Gedenkfeier für den ersten Bürgermeister von Berlin-Lankwitz, Dr. Rudolf Beyendorff, der Vorstand der Reservistenkameradschaft Berlin-Südwest eingeladen. Die RK Berlin-Südwest “Flakregiment 12” fühlt sich als Bindeglied zwischen der aktiven Bundeswehr und der Öffentlichkeit in ihrem Einzugsbereich im Südwesten Berlins. Nach der Feierstunde wurden sie von einem Lankwitzer Bürger angesprochen. Er erzählte von den unsäglichen Schmierereien am Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege im Gemeindepark Lankwitz, dem ehemaligen Beyendorff-Park.

Spontan besuchten sie diese Stätte und beschlossen die Graffity-Beseitigung als freiwilligen Arbeitseinsatz. Besprechungen vor Ort mit Vertretern des Natur- und Grünflächenamtes und des zuständigen Hochbauamtes wurden durchgeführt. Inzwischen konnten auch Sondermittel bereitgestellt werden. Nun werden die Bundeswehrveteranen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit am 22. Juli beginnen, das 1926 errichtetes Denkmal im Gemeindepark Lankwitz zu reinigen. Bei dem zu reinigenden Denkmal handelt es sich um eines von zwölf !!! geschützten Bauten des Architekten und Gemeindebaurates Fritz Freymüller (1912 - 1933), die in der Denkmalliste des Landes Berlin aufgeführt sind. Weitere bekannte Bauwerke befinden sich überwiegend im südwestlichen Teil Berlins. Die Mitglieder der RK Berlin-Südwest “Flakregiment 12” hoffen, dass nach dem Einsatz des würdevolle Denkmal nicht wieder verunstaltet wird und sich das Auge des Parkbesuchers nicht mehr abwenden muss.

 
Kriegsehrenmal im Gemeindepark Lankwitz 

Auf dem Rodelberg im Gemeindepark - früher nach dem Bürgermeister von Lankwitz Beyendorffpark genannt - steht das vom Stadtbaurat Fritz Freymüller entworfene Kriegsehrenmal. Errichtet wurde es für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. Der eindrucksvolle Rundbau mit den drei Säulen in der Mitte wurde am 13, Juni 1926 geweiht. Das einmalige des Lankwitzer Denkmals ist, dass auch an die Frauen erinnert wird, die im Kriege an die Arbeitsstelle der Männer traten: auf einer Säule ist eine Frau mit Pflugschar dargestellt.

Seit den 50er Jahren dient es auch dem Gedenken an die Opfer des 2. Weltkrieges.
Die Kastanie (es war ein Straßenbaum in der Kaiser-Wilhelm-Straße, der hierher umgesetzt wurde) wurde 1910 auf die Anhöhe des damals angelegten Gemeindeparks gepflanzt. 

Wolfgang Friese


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