Zeitungen des Jahres 2002, Ausgabe Mai:


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Nachdenkliches zum Thema Rauchen

Der überwiegende Teil der erwachsenden Raucher hat bereits als junger Mensch mit dem Rauchen begonnen. Die erste Zigarette schmeckte nicht besonders. Manchmal bekam sie auch nicht sonderlich gut. Warum trotz allem weitergeraucht wurde? Dies ist gut untersucht worden.

An dieser Stelle stehen Stichworte wie
- Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, das Rauchen von Freunden motiviert zum Mitrauchen, die peer-group definiert sich unter anderem durch gemeinsame Verhaltensweisen, hier durch das gemeinsame Erlebnis Zigarettenrauchen; 
Abgrenzungswunsch gegenüber Jüngeren (noch nicht Rauchenden), dem Gleichziehen mit Erwachsenen also.

Geraucht wird nicht aus Unkenntnis um die Gefahren - wohl eher mit Risikobewusstsein. Untersuchungen zeigen, dass ca. die Hälfte der Raucher sogenannte “dissonant smokers” sind. Sie würden gern aufhören, wenn sie nur könnten. Dies ist jetzt nur noch schwer möglich. Die Nikotinabhängigkeit ist bereits eingetreten

Raucher können das Gesundheitsrisiko über längere Zeit verleugnen
Im Gegensatz zum Alkohol oder zu illegalen Drogen scheint das Rauchen kaum gefährlich zu sein. Die akuten Wirkungen erscheinen zunächst relativ harmlos. Aus diesem Grund ist es gesellschaftlich nahezu gebilligt - jedenfalls so lange nicht die anwesenden Nichtraucher ihre Bedürfnisse formulieren und durchsetzen. Die Gesundheitsschäden, die durch das Rauchen entstehen, treten erst nach langer Zeit auf. Im Vergleich zu anderen Genuss- und Suchtmitteln erst sehr viel später. Das ist die Crux. Raucher können das Gesundheitsrisiko über längere Zeit verleugnen, stellt sich doch der körperliche Leidensdruck, der zur Abstinenz motivieren könnte, erst nach langer Zeit des Zigarettenkonsums ein.

Die Ateriosklerose ist das Ergebnis eines multifaktoriellen Geschehens
Wollen wir nicht alle bis ins hohe Alter fit bleiben? Will sagen, geistig und körperlich leistungsfähig. Die Arteriosklerose ist das Ergebnis eines multifaktoriellen Geschehens. Neben einer falschen Ernährung, die häufig auch mit Übergewicht vergesellschaftet ist, spielt u.a. auch das Rauchen eine entscheidende Rolle. Die Giftstoffe im Zigarettenrauch beschleunigen die Bildung arteriosklerotischer Plaques. Die Durchblutung im Gehirn ist gehemmt. Herzinfarkte und Schlaganfälle - oft das Ergebnis jahre- bis jahrzehntelanger Fehlernährung (Nährstoffmangel, übermäßiger Konsum von Fett, Zucker, Alkohol...), Rauchen, Bewegungsmangel. Diese Ursachen sind alle vermeidbar.

Nikotin nimmt Einfluss auf den Stoffwechsel
Wie stark Nikotin auf den Stoffwechsel Einfluss nimmt, ist unterschiedlich. Einige Beispiele: Rauchen beeinträchtigt den Vitamin-B12-Stoff-wechsel und kann zu Mangelerscheinungen beitragen. Ebenso beeinträchtigt das Rauchen den Vitamin B6-Status im Körper. Rauchen bewirkt einen deutlichen Anstieg im Abbau und bei der Ausscheidung von Vitamin C. Dadurch wird der Bedarf des Rauchers an Vitamin C mehr als verdoppelt. Bemerkenswert ist schließlich die Tatsache, dass Rauchen den Verlust von Kalzium aus den Knochen beschleunigt.

Stichwort Schlafqualität: 
Nikotin hat durch seine anregende Wirkung nicht zuletzt Einfluss auf selbige.

Die hier nur kurz angesprochenen Punkte sollten uns nachdenklich machen. Es ist unsere eigene Entscheidung zu rauchen - oder es sein zu lassen. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich.

Monika Janke, Heilpraktikerin


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