Zeitungen des Jahres 2002, Ausgabe Mai:


... Wer hat ein Foto vom "Lichtburg"

Jedesmal, wenn Michael Lorenz die Leonorenstraße in Richtung Rathaus Lankwitz hinunterfährt, erinnert er sich an sein geliebtes “Lichtburg”, ein kleines Bezirkskino. Bis 1971 wurden hier Filme gezeigt. “Ob es Westernfilme mit Audie Murphy oder Jeff Chandler waren, Ritterfilme mit Robert Taylor, Tarzanfilme mit Jordan Scott oder historische Filme mit Victor Mature, jeden Sonntag stand ich mit meinen Freunden in der langen Schlange der wartenden Kinder und Halbstarken.”, so erzählt Michael Lorenz. Das Kino hatte 480 Plätze und eine hervorragende Akustik, so weiß Fr. Sieburg zu berichten, die im Lichtburg arbeitete. 1971 wurde das “Lichtburg” abgerissen. Vor dem Kino befand sich dort in der damaligen Viktoriastraße (heute Leonorenstraße 51) bis 1927 das “Deutsche Haus”, davor bis 1910 “Anton Prochazka’s Gesellschaftshaus”.

Heute befindet sich an dieser Stelle ein Neubau. In den Archiven des Heimatvereins und des Arbeitskreises Historisches Lankwitz befindet sich kein Foto des alten Kinos. Auch Michael Lorenz bedauert zutiefst, dass er kein Foto vom “Lichtburg” besitzt. Der Besitzer starb vor einigen Jahren. Seine Frau hat alle Fotos weggeworfen. Wenn Sie in Ihrer Fotokiste ein Foto des “Lichtburg” finden sollten, so handelt es sich wohlmöglich um ein einzigartiges zeithistorisches Dokument. Bitte melden Sie sich gegebenenfalls beim Arbeitskreis Historisches Lankwitz (Tel. 774 58 59, Herr Friese) oder bei Herrn Michael Lorenz (Tel.: 604 51 45), wenn Sie fündig werden sollten.

 Sollten Sie weiteres Material besitzen oder Geschichten oder andere Informationen zum “Lichtburg” haben, so wenden Sie sich auch an Herrn Lorenz. Er ist auch per Email zu erreichen: Munsterdamm@aol.com.


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