Zeitungen des Jahres 1998, Ausgabe Juli / August:

Ehrenamt nachgefragt Andrea Golze stellt sich vor

Einige Jahre plagten mich gesundheitliche Probleme, die zur Folge hatten, daß ich die Wohnung oft nicht verlassen konnte und so den Kontakt zur Außenwelt verlor. Die geringen Anforderungen, die zuhause an mich gestellt wurden, mit denen ich zeitweise sogar überfordert war, gaben mir keine Bestätigung. Ich verlor mein Selbstwertgefühl und fühlte mich traurig und nutzlos. Durch eine Freundin bekam ich Kontakt zum Nachbarschaftsverein Lankwitz, der sich noch in der Wedellstr. befand. Damals fing ich an ehrenamtlich Frühstücks- und Kaffeegäste zu betreuen. Einmal pro Woche bereitete ich Frühstück zu und einmal backte ich einen Kuchen und kümmerte mich um die Kaffeegäste. Der Kontakt zu anderen Menschen, der Austausch von Gesprächen und das Gefühl gebraucht zu werden, ließen mein Selbstwertgefühl langsam wieder wachsen. Seit November, seitdem der Nachbarschaftsverein in die neuen Räume in den Halbauer Weg umgezogen ist, bin ich für das Café verantwortlich. Zu meinem Aufgabengebiet gehören Planung, Einkauf, Eiweisung von Ehrenamtlichen, die im Café arbeiten wollen, Kassenbuch führen und einiges mehr. Ich habe viel Spaß an meiner ehrenamtlichen Tätigkeit und möchte Menschen Mut machen, die in einer ähnlichen Lage sind, in der ich damals war. Andrea Golze


zurück | letzte Änderung: 30. November 1998, webmaster