
Zeitungen des Jahres 1998, Ausgabe November:
| Ehrenamt nachgefragt | Eine Zeitung bei Meyer-Beck brachte mich auf die Idee.
Im April diesen Jahres habe ich sie entdeckt. Sicher lag die Stadtteilzeitung bei Meyer-Beck schon seit geraumer Zeit aus, jeden Monat neu. Aber an diesem Tag hatte ich Zeit. Mein Mutterschutz hatte gerade begonnen, und ich nahm mir mehr Zeit als sonst zum Einkaufen. Zuhause blätterte ich die Zeitung durch. Ich war erstaunt, wieviele sozial-kulturelle Projekte und Angebote sowie Bürgerinitiativen in Lankwitz laufen, von denen ich bisher nichts wußte. Bisher hatte ich in einer Medienagentur gearbeitet. In den letzten Wochen vor der Geburt wurde mir die Zeit oft etwas lang. Ich beschloß, dem Aufruf des Nachbarschaftsvereins Lankwitz zu folgen und mich für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu bewerben. In meiner neuen Situation als Mutter mit Kind sah ich in dem Engagement in meinem Wohnumfeld eine geeignete Möglichkeit, Kontakte zu anderen Eltern zu knüpfen und etwas zu bewegen. Wie sieht es denn in Lankwitz mit Eltern-Kind-Gruppen, Kitas oder Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche aus? Zugegeben, soviel Zeit wie vor der Geburt meiner kleinen Tochter habe ich jetzt nicht mehr. Aber die ehrenamtliche Arbeit bei der Stadtteilzeitung bietet mir die Möglichkeit, beruflich nicht ganz aussteigen zu müssen. Jeden Monat recherchiere ich über lokale Themen in Lankwitz. Ob es der Umbau im Stadtbad, Energiesparprojekte an den Schulen oder jetzt die Serie über Ausbildungsbetriebe ist. Es gibt immer etwas Interessantes zu berichten. Man kann sich auch in anderen Bereichen des Nachbarschaftsvereins beteiligen. So werden immer fleißige Helfer für die zahlreichen Gruppenangebote, für das Cafè und für Kinderfeste gebraucht. Als nächstes steht ein Weihnachtsmarkt im Pastor-Braune-Haus an. Ich werde dort mit den Kindern basteln. Aber auch Köpfchen ist im Nachbarschaftsverein gefragt. Die regelmäßigen Treffen der Ehrenamtlichen bieten mir eine gute Möglichkeit mit Ideen, Tips und Anregungen die Arbeit des Nachbarschaftsvereins mitzugestalten. Grit Kühnhausen |