Zeitungen des Jahres 1998, Ausgabe November:

Abschnitt 46 informiert


Polizeihauptkommissar
Andreas Braun

zum Thema

Weihnachtsgeld für Taschendiebe

Alle Jahre wieder: Schöne Bescherung für Langfinger
Im vorweihnachtlichen Einkaufsbummel greifen Taschendiebe besonders häufig zu. So stieg bundesweit die Zahl der Taschendiebstähle im Jahr 1996 um 3,1 Prozent auf 112.331 Fälle, der Schaden betrug fast 45 Millionen Mark. Die Täter nutzen jede Gelegenheit, bei der sich viele Menschen drängen - auf Weihnachtsmärkten, in vollen Kaufhäusern und öffentlichen Verkehrsmitteln. Brieftaschen und Geldbörsen gehören daher zumindest in verschlossene Innentaschen der Bekleidung. Taschendiebe "arbeiten" bevorzugt zu den üblichen Geschäftszeiten und gerne im Team: Während die einen ausgesuchte Opfer anrempeln, ansprechen oder mit sonstigen Tricks ablenken, konzentrieren sich andere auf die Beute. So verschwinden aus Taschen und Bekleidung, Handtaschen, Einkaufskörben und Rucksäcken Brieftaschen und Börsen. Neben Bargeld behalten die Diebe immer häufiger Scheck- und Kreditkarten, um sie für ihre Zwecke zu mißbrauchen.

  • Daher:
    Achten Sie gerade im Einkaufstrubel bewußt auf Taschendiebe: Tragen Sie Geld, Papiere und ähnliche Werte stets in verschlossenen Innentaschen Ihrer Kleidung, im Brustbeutel oder in einer Gürtelinnentasche.
  • Bleiben Sie wachsam, wenn Sie jemand anrempelt, an Haltestellen oder auf Rolltreppen "auflaufen" läßt, um das Wechseln von Geld bittet, unter Vorhalten eines Stadtplans nach dem Weg fragt, "versehentlich" bekleckert oder unmotiviert umarmt. Es können Tricks von Taschendieben sein.
  • Legen Sie Ihre Geldbörse weder in den Einkaufskorb oder -wagen noch obenauf in die Einkaufstasche, sondern behalten Sie sie bei sich.
  • Lassen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche in Restaurants, im Kaufhaus oder bei der Anprobe in Umkleidekabinen niemals unbeaufsichtigt.

Lassen Sie beim Einsatz Ihrer Geldkarte an Kasse oder Geldautomaten Ihre Geheimzahl nicht ausspähen und verwahren Sie Ihr Geld nach dem Abheben unbeobachtet.

Ihr PHK Andreas Braun


zurück | letzte Änderung: 30. November 1998, webmaster