Zeitungen des Jahres 1999, Ausgabe April:

Serie Ausbildungs-
plätze
Zentralheizungs- und Lüftungsbauer
- Wartung und Reparatur haben Zukunft -

Im Winter schön warm, im Sommer angenehm kühl und dabei immer frische Luft. Diesen Komfort gewährleisten Zentralheizungs- und Lüftungsbauer. Sie bauen und warten Zentral- und Fernheizungen sowie Klimaanlagen und Belüftungssysteme für Wohnungen, Fabriken, Büros und Vewaltungsgebäude. Sie montieren Heizkessel für Kohle, Öl oder Gas, bauen Warmwasser- und Heißluftheizungen, verlegen Rohre für Heißwasser oder Blech- bzw. Kunststoffkanäle für Warm- oder Frischluft und bringen die erforderlichen Regelungen und elektronischen Steuereinrichtungen, Pumpen und Armaturen an. Im Service beraten sie ihre Kunden für eine umweltschonende Einstellung der Heizungen. Den heutigen Geschäftsführer der aluta Wärmetechnik GmbH und früheren Heizungsbauer Herrn Dipl.-Ing. Peter W. Rohde fasziniert an seinem Beruf vor allem die Zusammenstellung der verschiedenen Komponenten wie Pumpen, Kessel, Rohre und Feuerung zu einem funktionierendem Ganzen. Dabei ist Systematik und Kreativität gefragt. Voraussetzung für die dreieinhalbjährige Ausbildung ist ein Haupt oder Realschulabschluß. Aber auch Abiturienten entscheiden sich häufig für diese Ausbildung. Um beispielsweise bei der Firma aluta Wärmetechnik GmbH einen Ausbildungsplatz zu erhalten, sollten die Bewerber neben dem Interesse für den Beruf vor allem handwerkliches Geschick mitbringen. Ob der Bewerber diese Qualifikation besitzt, prüft die Firma durch eine kleine Testreihe. Aber keine Angst, dieser Test artet nicht zu einem Intelligenztest aus. Großen Wert legt der Geschäftsführer Dipl.-Ing. Peter W. Rohde auf das Bewerbungsgespräch, in dem sich die Bewerber durch offenes Auftreten und durch kommunikative Fähigkeiten qualifizieren. "Diese Eigenschaften sind sehr gute Voraussetzungen beim Umgang mit dem Kunden". Gern führt der Geschäftsführer auch ein Gespräch mit den Eltern der Auszubildenden. Die schulischen Leistungen sind ebenfalls wichtig, aber bei besonderer Eignung werden auch mal die Augen zugedrückt. Bewerber, deren Zeugnisse Mängel aufweisen, können ihre besondere Eignung bei einem dreimonatigen Praktikum unter Beweis stellen. Unerläßlich für eine erfolgreiche Bewerbung allerdings sind gute Noten in Mathematik und eine allgemein gute körperliche Ftitneß. "In diesem Beruf ist man den ganzen Tag auf den Beinen, muß Heizungskessel in die Keller tragen oder in allen Lagen schweißen", beschreibt Herr Rohde den Alltag eines Heizungsbauers. Die Ausbildung findet zu einem großen Teil in dem benachbarten überbetrieblichen Ausbildungszentrum Heizung-Klima-Sanitär Berlin und Brandenburg e.V. statt, das vom Gesamtverband Gebäudetechnik e.V. getragen wird. Die Auszubildenden können hier alles erlernen, was der Handwerker in den Gewerken Heizung, Klima, Sanitär braucht - feilen, schweißen, Rohre biegen und verlegen. Das Ausbildungszentrum bietet mit seinen 5 Werkstätten Platz für 80 Auszubildende. In der Firma aluta Wärmetechnik werden die angehenden Heizungsbauer früh in den Arbeitsalltag und die laufende Auftragsbearbeitung einbezogen. So waren zwei Auszubildende dabei, als die Firma bei den Umbauarbeiten des Reichstags zum Bundestagsgebäude die Energieversorgung erstellte. Die Weiterbildungsmöglichkeiten für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer sind sehr vielfältig. Sie können nach der Azusbildung und einigen Jahren beruflicher Praxis die Meisterprüfung ablegen oder sich zum Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechniker weiterbilden. Ebenso ist ein Studium denkbar. Der Geschäftsführer Herr Rohde wählte diesen Weg und studierte nach der Lehre zum Heizungsbauer Maschinenbau. Die Firma aluta Wärmetechnik GmbH wurde bereits 1954 gegründet. Sie bildet seit ihrem Bestehen den eigenen Nachwuchs aus. Von den 100 Mitarbeitern sind 10 Auszubildende. Von diesen lernen 7 im gewerblichen Bereich und 3 absolvieren eine kaufmännische Ausbildung. Das in Berlin führende Dienstleistungsunternehmen ist auf die Wartung und Reparatur der Heizungs-, Klima- und Sanitäranlagen spezialisiert. Die Auszubildenden werden in ihrer Ausbildung auf diese firmeninternen Anforderungen vorbereitet. Das ist ein klarer Vorteil für die Firma. Die Zukunftsaussichten für den Heizungsbauer sehen im Bereich Service, Wartung und Reparatur nach Meinung des Geschäftsführers Herrn Rohde sehr gut aus. Ebenso ist im Sanitärbereich eine Umsatzsteigerung auszumachen. Für den reinen Heizungs- und Klimaanlagenbauer ist allerdings ein Rückgang der Nachfrage abzusehen, da in diesem Bereich viele Aufträge an ausländische Firmen vergeben werden.


zurück | letzte Änderung: 31. März 1999, webmaster