Zeitungen des Jahres 1999, Ausgabe Dezember:

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Losch-Gedenkausstellung
im Heimatmuseum Steglitz

In der Zeit vom 08. 01. - 28.02. 2000 findet im Heimatmuseum Steglitz in Lichterfelde, Drakestraße 64 A, eine Ausstellung mit Bildern des Berliner Malers Kurt Dietrich Losch (1889-1944) aus Anlass des 110. Geburtstags des Künstlers statt.
Bei freiem Eintritt und ohne Verkauf sind die etwa 40 erhalten gebliebenen Werke und etwas "Drumherum" zu sehen - wieder ein Treffer des so aktiven Museums!
Ältere Berliner werden noch "Seifen-Losch" kennen, wo drei Generationen ihre Wäsche "rollen", d. h. plätten gingen. Ja, und der Maler Kurt Losch war zu seiner Zeit Mitinhaber dieses mit rd. 90 Filialen in Berlin sehr bekannten Unternehmens. Losch war aber deshalb beileibe kein Freizeitmaler!
Obwohl am 29. 11. 1889 in Berlin geboren, studierte er etwa vier Jahre Malerei zunächst in Königsberg, dann - 1913/14 - noch ein Jahr in Berlin, bevor er zu den Soldaten musste.
Bis dahin war er in beiden Städten schon mit Werken auf Ausstellungen vertreten, so 1912 und 1914 auf den Großen Berliner Kunstausstellungen, die ein getreues Spiegelbild des Kunstgeschmacks ihrer Zeit waren.
Entsprechend sind auch die Losch-Bilder von damals in der Art von Wilhelm Busch, Max Liebermann usw. gemalt, z. T. in Öl, teils als Aquarelle. Auch bevorzugte Losch die kleineren Formate, sogenannte Schinken gibt's nicht zu sehen.
In den "Goldenen Zwanzigern" muss das Schaffen von Losch sich weniger auf die Kunst erstreckt haben: kaum ein Bild, das diesem Jahrzehnt zuzuordnen wäre.
Aber die dreißiger Jahre sind mit alten Berlin-Motiven, meist als Radierungen verfertigt, häufiger vertreten.
Losch schmückte nämlich die Wohnungen aller Familienmitglieder damit aus.
Zwei Ehen, erst spät, nämlich 1935 bzw. 1940 geschlossen, brachten Losch kein privates Glück. Die erste scheiterte 1938, die zweite wurde durch den Tod des Malers am 7. 5. 1944 beendet, eine heimtückische, seltene Hautkrankheit war die Ursache.
Geblieben aber sind seine Bilder, ein Vermächtnis, das ihn vor dem Vergessen bewahrt.

Joachim Artz, Biograph des Malers Kurt Losch

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      12203 Berlin
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zurück | letzte Änderung: 1. Dezember 1999, webmaster