Zeitungen des Jahres 1999, Ausgabe Juli:

Serie St. Marien-
Kranken-
Haus
Die Endoskopie

Endoskopie ( Griechisch für hinein sehen) - ein Begriff der eine zunehmende Anzahl von Methoden umfaßt, die sich mit der Erkennung (Diagnostik), der Behandlung (Therapie) und der Verhütung von Erkrankungen der inneren Organe befassen. Wir machen uns in dieser „Werkstatt der Inneren Medizin“ die Fiberglastechnik und die Photochiptechnik zu Nutze um über nicht einmal 10 mm dünne, flexible Videoendoskope Licht in Hohlraumorgane einzubringen und Bilder zu gewinnen.

Bei begründetem Verdacht auf das Vorliegen einer Erkrankung sind Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm, Dickdarm, Luftröhre sowie Gallenwege und Bauchspeicheldrüsengänge der Endoskopie zugänglich. Ein dünner Operations-kanal im Endoskop von wenigen Millimetern Durchmesser ermöglicht das Einbringen verschiedenster Instrumente für diagnostische und therapeutische Eingriffe: mechanischen Zangen zur Gewinnung von Gewebeproben, Laserstrahlen um krankhaftes Gewebe abzutragen, Injektions-nadeln zur Unterspritzung von Blutungen, Körbchen zur Entfernung von Gallensteinen, Schlingen zur Entfernung von Polypen, Kunst-stoffprothesen mit denen enge Gänge etwa der Bauchspeicheldrüse überbrückt werden können, um nur einige der zahllosen Möglichkeiten zu benennen.

Viele dieser neueren Verfahren haben seit den siebziger Jahren von Deutschland aus ihren Siegeszug um die Welt angetreten, war auch die technische Voraussetzung in Japan geschaffen worden. Für diese Verfahren gelten inzwischen international gültige Standards z.B. für eine kontrollierte Hygiene; alles Gerät wird ausnahmslos in vollautomatischen Waschmaschinen aufbereitet, alles Zubehör sterilisiert. Auch Diagnostik und Therapie werden unter Beachtung international gültiger Standards angewandt. Das Team aus Fachärzten und besonders geschulten Endoskopie- fachschwestern, tut alles, den Aufenthalt in der Endoskopie für den Betroffenen durch Gespräche, Erklärungen und zugewandte Betreuung sowie eine adäquate medikamentöse Sedierung so einfach und gut verträglich wie nur möglich zu machen, so daß die notwendigen Maßnahmen schmerzlos, angstfrei und gelassen - quasi wie im Schlaf - eingeleitet und durchgeführt werden können.

Dr.Jürgen F. Schmitz, Ltd.Oberarzt der Abteilung Innere Medizin, St.Marien Krankenhaus, Gallwitz-allee 123 - 143, 12249 Berlin, Tel. 76 783 250 /-251, Fax 76 783 425 E-Mail: jfschmitz@aol.com


zurück | letzte Änderung: 13. Juli 1999, webmaster