
Zeitungen des Jahres 1999, Ausgabe November:
| ... | Vor 39 Jahren wurde er liquidiert -" keiner weiß
warum" * - , der noble Kiez in Berlin-Steglitz, die kleine feine Landhauskolonie SÜDENDE, Wohnsitz vieler reicher und berümter Berliner. Jetzt läßt Wolfgang Holtz, der junge Vorsitzende des Steglitzer Heimatvereins und Lichterfelder Museumsleiter, überregional bekannt durch unzählige Vorträge, Stadtführungen und Publikationen, Südende auferstehen. Vor über 300 Schülern und vielen Berlin - Interessierten geschieht das auf dem sonst stillen Hanstedter Weg ( Nummer 5 ) am 2. November 1999 um 11 Uhr 30. Dann bringt Wolfgang Holtz dort eigenhändig am Mauersegment des ehemaligen Anwesens Spalding ( Stararchitekt der Villenkolonie Südende ) eines der grünen Berliner Ortsteilschilder mit der gelben Schrift an, auf dem Südende prangt. Hieran naht- los anschließend plaziert sein Verleger, Hans Peter Heinicke, accurat verlag Ber- lin, darunter das Exemplar Nummer eins des bis dahin gedruckten neuen Holtz-Buches SÜDENDE : EIN SCHATZ ALTER ANSICHTSPOSTKARTEN ( ISBN 3-926578-37-8, DM 24, 80 ). Das aus fünf opulenten Kartensammlungen erstellte Buch ist keines aus dem Dutzend ! Vielmehr handelt es sich dabei um das erste seiner Art, das dem Leser und Betrach- ter dank der Motivreihenvolge einen geschlossenen Rundgang durch den Ort gewährt. Ebenfalls anders als andere macht diese Neuerscheinung ihr Accessoire, der paten- tierte OPTISCHE DABEISEIN-EFFEKT. Der zeigt einen 100 jährigen preußischblauen Postbriefkasten, einen von denen, in die all die Originale der im SÜDENDE - Buch re- produzierten Ansichtskarten, frankiert mit einer grünen Fünfpfennigmarke, vor ein bis zwei Menschenalter geworfen worden sind. Weiters unterm Ortsteilschild SÜDENDE im dann wieder exestierenden, 1960 von Steglitz klammheimlich untergebutterten aparten SÜDENDE. |