| "Vertreibung"
Ein Gespräch mit:
Erika Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen im
Gespräch mit
Dr. Kazimierz Wóycicki, Direktor des Polnischen Instituts Leipzig.
Moderation: Rachel Gehlhoff, Rundfunkjournalistin (mdr, RBB)
Als sich Erika Steinbach, CDU - Bundestagsabgeordnete und
Präsidentin des Bundes der Vertriebenen - und der SPD - Politiker
Peter Glotz 2000 zur Gründung eines "Zentrum gegen
Vertreibung" in Berlin aussprachen, begann sofort eine Konzept
und Standortdiskussion. Der Bund der Vertriebenen (BdV) ist die
Interessenvertretung der deutschen Vertriebenen aus den sog.
ehemaligen Ostgebieten. Er beschäftigt sich mit den
Opferschicksalen. Das Misstrauen gegenüber der Gründungsforderung
durch den Bund der Vertriebenen hat seine Quelle häufig in den
Publikationen der einzelnen Landsmannschaften - und verbände.
Und die polnische Seite? Denken
Deutsche und Polen beim Wort "Vertreibung" an dasselbe? In
Polen konnte das Thema seit 1989 aus bis dahin tabuisierter
Perspektive betrachtet werden, dort geht es um zweierlei
Vertreibung: die der Polen aus der heutigen Ukraine und die der
Deutschen aus den lange Zeit so genannten "wieder gewonnenen
Westgebieten". In Deutschland wurde die Einbeziehung der
deutschen Vertrieben in die polnische Diskussion dankbar
aufgegriffen und häufig auch benutzt, ohne den polnischen Kontext
wirklich zu verstehen
Sie werden am Mittwoch, 10.
September, 20 Uhr in der Schwartzschen Villa, Grunewaldstraße 55
(Steglitz) - die Veranstaltung ist kostenfrei - die Gelegenheit
haben, Missverständnisse zu klären, Wissen zu gewinnen und auf
Klartext zu bestehen. |