\ www.berlin-suedwest.de \ aktuell \  1.9.2003
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"Vertreibung"

Ein Gespräch mit:
Erika Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen im Gespräch mit
Dr. Kazimierz Wóycicki, Direktor des Polnischen Instituts Leipzig.
Moderation: Rachel Gehlhoff, Rundfunkjournalistin (mdr, RBB)
Als sich Erika Steinbach, CDU - Bundestagsabgeordnete und Präsidentin des Bundes der Vertriebenen - und der SPD - Politiker Peter Glotz 2000 zur Gründung eines "Zentrum gegen Vertreibung" in Berlin aussprachen, begann sofort eine Konzept und Standortdiskussion. Der Bund der Vertriebenen (BdV) ist die Interessenvertretung der deutschen Vertriebenen aus den sog. ehemaligen Ostgebieten. Er beschäftigt sich mit den Opferschicksalen. Das Misstrauen gegenüber der Gründungsforderung durch den Bund der Vertriebenen hat seine Quelle häufig in den Publikationen der einzelnen Landsmannschaften - und verbände.

Und die polnische Seite? Denken Deutsche und Polen beim Wort "Vertreibung" an dasselbe? In Polen konnte das Thema seit 1989 aus bis dahin tabuisierter Perspektive betrachtet werden, dort geht es um zweierlei Vertreibung: die der Polen aus der heutigen Ukraine und die der Deutschen aus den lange Zeit so genannten "wieder gewonnenen Westgebieten". In Deutschland wurde die Einbeziehung der deutschen Vertrieben in die polnische Diskussion dankbar aufgegriffen und häufig auch benutzt, ohne den polnischen Kontext wirklich zu verstehen

Sie werden am Mittwoch, 10. September, 20 Uhr in der Schwartzschen Villa, Grunewaldstraße 55 (Steglitz) - die Veranstaltung ist kostenfrei - die Gelegenheit haben, Missverständnisse zu klären, Wissen zu gewinnen und auf Klartext zu bestehen.