\ www.berlin-suedwest.de \ aktuell \  16.10.2003
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Kranzniederlegung für die italienischen Kriegsopfer

Am Sonntag, dem 2. November 2003, um 11 Uhr, wird auf dem italienischen Teil des Waldfriedhofs Zehlendorf an der Potsdamer Chaussee der italienischen Kriegsopfer gedacht. Auf dieser von der italienischen Botschaft durchgeführten Gedenkveranstaötung werden Mitglieder des Bezirksamts und Vertreter der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf von Berlin einen Kranz niedergelegt.

Auf dem 1953 angelegten und 18.250 m² großen ´Cemitero Militare Italiano`ruhen 1.177 italienische Solaten, die in der Zeit von 1940 bis 1945 an der deutschen Ostfront fielen oder als Gefangene bzw. durch Kriegseinwirkungen starben. Außerdem wurden hier italienische Zwangsarbeiter beigesetzt.

Der Freidhof mit den Toten aus dem Zweiten Weltkrieg bildet zugleich den Ausgangspunkt für eine Partnerschaft mit der mittelitalienischen Stadt Cassino. Als 1967 in Berlin der Éuropäische Gemeindetag`stattfand, befand sich unter den Delegierten auch Prof. Ferraro, der Bürgermeister der im Krieg zerstörten Stadt Cassino, auf deren vier großen Soldatenfriedhöfen 30.000 Gefallene aus Deutschland und aller Welt liegen. Die Existenz eines italienischen Gräberfeldes auf dem Waldfriedhof ließen Prof. Ferraro Kontakte mit Zehlendorf suchen, die zwei Jahre später zum Abschluss einer Städtepartnerschaft führten.