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für Missstände geschärft: Bezirks-Behindertenbeirat in
Steglitz-Zehlendorf nimmt Arbeit auf
"Berliner Straße 69-71 in
Zehlendorf, ein warmer Frühlingsmorgen Ende Mai. Zwei Besucher des
ökumenischen Kirchentages warten auf den Bus. Bevor sie in die City
fahren, wollen sie schnell noch etwas Bargeld aus dem Geldautomaten
in der Postfiliale ziehen. Doch das geht nicht, denn die beiden
Kirchentagesbesucher sind Rollstuhlfahrer. Sie schaffen es erst gar
nicht bis in die Schalterhalle, die über keinen
behindertengerechten, barrierefreien Zugang verfügt..." -
Missstände wie diese sind leider noch häufig Alltag in Berlin -
auch im Berliner Südwesten.
Nicht nur deshalb hat das Bezirksamt
Steglitz-Zehlendorf im September 2003 beschlossen, einen
Bezirksbehindertenbeirat gründen zu lassen. Nein, dieses Gremium
soll nun gemeinsam mit der Bezirksbehindertenbeauftragten, Frau Elke
Lehning - Fricke, den Bezirksstadtrat Erik Schrader bei den
vielfältigen Aufgaben die explizit die Schwerbehinderten im Bezirk
betreffen, beraten und unterstützend zur Seite stehen.
Am 16.09.2003 hat sich nun dieser
Beirat konstituiert und Herrn Norbert Nix zum Vorsitzenden gewählt.
Unterstützt wird der Vorsitzende von den Stellvertretenden
Vorsitzenden Ingrid David, Verena Miethbauer und Erika Norden-Ehlert.
Dem Gremium gehören insgesamt 30 Mitglieder aus den
unterschiedlichsten sozialen Verbänden und Einrichtungen an; aber
auch aktive Bürger/Bürgerinnen wirken hier in Zukunft mit.
Eigenständige Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen
Schwerpunktthemen sind bereits aktiv.
Norbert Nix zog Ende letzten Jahres aus dienstlichen Gründen von
Köln nach Berlin und arbeitet seit dieser Zeit als Personalchef
beim Deutschen Auslandsfernsehen, DW-TV. Zuvor war er - selbst nicht
behindert - langjähriger Vertrauensmann der Schwerbehinderten der
Deutschen Welle(DW).
"Unsere gemeinsamen Erfahrungen in der Behinderten- und
Sozialarbeit haben unseren Blick geschärft", sagt Herr Nix
über den Beirat. "Diesen Sachverstand wollen wir zum Wohle
behinderter Mitbürger in Steglitz-Zehlendorf gemeinsam mit den
Stadträten einsetzen." |