| Projekt
zur Förderung von gesunder Lebensweise und zur Vorbeugung von
Übergewicht an Zehlendorfer Grundschulen ZAPP (Zehlendorfer
Adipositas Präventions-Projekt)
Übergewicht bei Kindern und
Jugendlichen hat in den westlichen Industriestaaten epidemische
Ausmaße angenommen: 1o - 2o % der Schulkinder sind zu dick, mehr
als die Hälfte dieser "dicken" Kinder werden
übergewichtige Erwachsene mit erhöhtem Risiko für Stoffwechsel-
und Herz-Kreislauferkrankungen. Will man einen gesunden Lebensstil
im Erwachsenenalter erreichen, so muss schon die Zielgruppe Kinder
und Jugendliche intensiv in die Prävention einbezogen werden; denn
langfristige Behandlungserfolge beim Übergewicht sind selten.
Kinder im Grundschulalter sind besonders aufnahmebereit und lernen
durch Einflüsse von Eltern und Gleichaltrigen ihren späteren
Lebensstil. Unser Projekt zielt daher auf das Erlernen
gesundheitsfördernden Verhaltens zu Hause und in der Schule.
Beginnend mit dem Schuljahr 2oo3/o4
in den ersten Klassen von zwei Zehlendorfer Grundschulen wollen wir
über 4 Jahre Kindern und Eltern Zusammenhänge zwischen gesunder
Lebensweise, Ernährung und Bewegung verdeutlichen. Im Unterricht
und in den Pausen werden mehr Bewegungsangebote eingeführt; das
Wissen um eine ausgewogene Ernährung und gesundes Essverhalten soll
altersgerecht in definierten Unterrichtseinheiten vermittelt werden.
In einer "Elternschule" werden eine Ernährungsberaterin
und eine Psychologin der Charitè-Kinderklinik weitere Informationen
zu gesundheitsfördernden Rahmenbedingungen im familiären Umfeld
geben. Mitarbeiter der Humboldt-Universität Berlin werden die
körperliche Leistungsfähigkeit der Kinder in jährlichem Abstand
bestimmen. Um einen möglichen Effekt der Interventionsmaßnahmen
beurteilen zu können, werden zusätzlich Schüler untersucht, die
keine spezifischen Maßnahmen in den Schulen erhalten. Die
wissenschaftliche Begleitung und Auswertung erfolgt durch die
Humboldt-Universität Berlin.
Dieses Projekt wird finanziell und
personell unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für
Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V., von der Berliner
Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von
Herz-Kreislauferkrankungen, von der Unfallkasse Berlin, von der
Berliner Bank, von der Adler-Apotheke (Zehlendorf) und von der
Humboldt-Universität Berlin.
Koordiniert wird das Projekt durch den Kinder- und
Jugendgesundheitsdienst Steglitz-Zehlendorf. |