Es wird ernst!
Baubeginn der B 101 im Jahr 2003 möglich

In der Senatsitzung am 19. Mai 98 wurde über die Umverlegung der B 101, verbunden mit einer neuen Straßenverbindung zwischen Malteserstraße und Munsterdamm, beraten. Im Flächennutzungsplan Berlin vom 1. Juli ‘94 ist im Bezirk Steglitz eine neue Straßenführung dargestellt, über die der südlich von Berlin angrenzende Bereich Brandenburgs eine verbesserte Anbindung an die Berliner Stadtautobahn A 100 erhalten soll und mit der gleichzeitig die Ortslage Lankwitz vom Durchgangsverkehr entlastet werden soll. Zur Überprüfung, unter welchen ökologischen, städtebaulichen und verkehrlichen Bedingungen die Realisierung dieser neuen Straßenverbindung notwendig wird, hat der Senat eine Untersuchung durchgeführt. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden verschiedene Trassenvarianten geprüft und entsprechend bewertet. Dabei blieb das vorrangige Ziel, einen großen Teil der Verkehre über Schienenverbindungen unter Berücksichtigung der geplanten Güterverkehrszentren abzuwickeln.

Im Ergebnis ist eine ebenerdige Trassenvariante als optimalste Lösung festgestellt worden. Deshalb ist ein entsprechender Beschluß zur Änderung des FNP gefaßt worden.

Der Planungsablauf sieht vor, nach Änderung des Flächennutzungsplanes die Planung so voranzutreiben, daß ein Baubeginn im Jahre 2003 möglich ist, um das ca. 56 Mio. DM Gesamtkosten verursachende Projekt zu realisieren.

Für den Stadtteil Lankwitz hätte der Bau der Trasse einschneidende Folgen. Nur kurz nach Beschlußfassung meldeten sich die ersten Bürger im NachbarschaftsZentrum und meldeten ihr Interesse an der Arbeit in der Bürgerinitiative B 101 an. Die zitierte Senatsvorlage, sowie die Variantenuntersuchung der geplanten Umverlegung der B 101 liegen im ServiceBüro des NachbarschaftsZentrums zur Einsicht bereit.

Genau vor einem Jahr diskutierten die Abgeordneten Friederici (CDU) und Müller-Schoenau (B’90/Grüne) das Für und Wider Bau B 101 in der StadtteilZeitung. Auf der einen Seite könnte eine ausgebaute B101 die Straßenzüge Siemens- Leonoren- Paul-Schneider-Str. entlasten, auf der anderen Seite würde die Straße eher noch mehr Verkehr anziehen, als vermeiden. Besonders im Bereich Schulstraße wären die Folgen unannehmbar. Da die Trasse quasi mitten über den Schulhof der Grundschule Alt-Lankwitz führt, wäre der Schulweg für die Kinder aus Alt-Lankwitz praktisch verbaut. Dies wäre nur durch verkehrsbehindernde Ampellösungen oder aufwendige Brückenlösungen zu lösen.

Können Sie sich das vorstellen?


Auf dem Sommerfest der Dorfkirchengemeinde informierte die Bürgerinitiative und sammelte Unterschriften gegen den ebenerdigen Bau der Straße.


Auch auf dem Schulfest der Alt-Lankwitzer Grundschule ist die Bürgerinitiative mit einem Informationsstand vertreten.


Den Langkofelweg sollen täglich über
40.000 Fahrrzeuge kreuzen.

(aus der StadtteilZeitungvon Juni 1998)



zurück | letzte Änderung: 22.6.98, webmaster