An die
Abgeordneten im Abgeordnetenhaus von Berlin

Betr.: Geplanter Neubau der B101

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Entsetzen haben wir der Tagespresse entnommen, daß eine Straße, die Anfang des Jahrhunderts geplant wurde, tatsächlich zur Wende ins 2. Jahrtausend gebaut werden soll.

Soll ausgerechnet in der Hauptstadt Berlin entgegen moderner deutscher Städteplanung Güter- und Durchgangsverrkehr auf der B101 durch die innerstädtischen Wohnbezirke geleitet werden?

Bei intensivem Studium des Berichts zur Variantenuntersuchung der geplanten Umverlegung der B101 zwischen Malteserstraße und Munsterdamm (Senatsbeschluß Nr. 1439/98 vom 19. Mai 1998) mußten wir feststellen, daß keine detaillierte Ortskenntnis zugrunde liegt und mit geschönten Argumenten der Neubau dieser Straße begründet wird.
Weder die Alt-Lankwitzer Grundschule noch mehrere Kleingartenkolonien sowie artenreiche Grünflächen im Bereich Langkofelweg und Dorfaue Alt-Lankwitz werden erwähnt.

Entgegen der Behauptung, Anliegerstraßen und Wohngebiete würden entlastet, würde die geplante B101 zusätzlichen Güter- und Personenverkehr als "Rennstrecke" anziehen und den bereits vorhandenen Gewerbe- und Privatverkehr nicht reduzieren.

Durch eine überholte Verkehrsplanung lassen wir uns nicht unsere Lebensqualität zerstören.
Deshalb werden wir aktiv!

Wir fordern Sie auf, Ihre Sachkenntnis bei einer Ortsbegehung mit uns zu vertiefen.

Mit freundlichen Grüßen

die Bürgerinitiative B101



zurück | letzte Änderung: 22.6.98, webmaster