An die 5.12. 1998 Sehr geehrte Damen und Herren, als Eigentümer und "Zeit-Nutzer" einer Wohnung im Haus Stephanstraße 10 (jedoch hauptsächlich in Hamburg wohnend) habe ich mit großem Interesse erstmals an einer Ihrer Versammlungen (der vom 19. November) teilgenommen. Über das www werde ich versuchen, mich auf dem Laufenden zu halten, wäre aber auch für die Zusendung von Informationsmaterial an meine Hamburger Anschrift dankbar. Einen Spendenbeitrag überweise ich mit gleicher Post auf das von Ihnen angegebene Konto. Ich kann nur bestätigen, was einer Ihrer Redner sagte: gewachsene Stadtviertel werden durch die nachträgliche Errichtung von Hoch- und Schnellstrassen zerstört. Diese trennen, statt zu verbinden. Die Anrainerbauten verkommen, der Wohnwert sinkt, Immobilienpreise fallen, die Lebensqualität geht verloren. Als ehemaliger Chefredakteur des Auslandsnachrichtendienstes im Springer-Verlag kenne ich viele Grosstädte der Welt, in denen einst gewachsene Wohnviertel auf diese Weise zerstört wurden, sei es in den USA, in Südamerika oder in Asien. Wenn schon "mehr Straße" gebaut werden muss (wirklich? sie lockt nur noch mehr Fahrzeuge an!) dann bitte unterirdisch. Die Kosten mögen zwar im Moment höher erscheinen - sind aber gering zu den mittelfristigen Schadenskosten einer ebenerdigen Straßenführung. Mit freundlichen Grüßen Cord Christian Troebst |