Eva Herborn, Ingrid Neuendorf
c/o Bürgerinitiative B101

Berlin, den 5. November 1999

Sehr geehrter Herr Strieder!

Der Weg für Koalitionsverhandlungen mit der CDU ist frei. Aus der Presse haben wir entnommen, daß dabei das Thema B101 strittig ist.
Aus diesem Anlaß wollen wir Sie an die Position Ihrer Partei zum Thema B101 erinnern:

  • Aus dem Wahlprogramm '99: "Die SPD lehnt den umstrittenen Neubau der B101 im Süden Berlins durch Wohngebiete und Grünanlagen ab und will ihn durch neue Logistikkonzepte und bessere ÖPNV-Verbindungen überflüssig machen."
  • Gespräch zwischen der Bürgerinitiative B101 und Mitgliedern der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus am 10. März 1999, unter der Leitung von Klaus Böger bei dem diese ablehnende Haltung sowie das Ziel, sinnvolle Alternativen zu erarbeiten, bekräftigt wurden.
  • Brief von Walter mopmper an die Bürgerinitiative vom 17. März 1999, der den Neubau der B101 kategorisch ausschließt.
  • Klare Stellungnahme gegen die B101 von Christian Gaebler als Beiuutrag zu unseren "B101-Nachrichten" im Juli 1999
  • Flugblatt von Dr. Michael Arndt im Oktober 1999 an die Lankwitzer:
    "...die Berliner SPD lehnt die Verlängerung der Westtangente und den Neubau der B101 entschieden ab..."

Wir erwarten, daß diese Versprechen absolut verläßlich sind. Außerdem erwarten wir, daß Sie in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU Standvermögen beweisen und Ihre Argumente gegen den Neubau der B101 überzeugend einbringen!

Die Position Ihrer Partei zu diesem für ganz Berlin wichtigen verkehrspolitischen Thema muß zu einem unverzichtbaren Bestandteil in der Koalition werden. Es muß endlich eine Wende in der Verkehrspolitik herbeigeführt werden!

    Mit freundlichen Grüßen



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