"Mehr Güter auf die Schiene"

"Mehr Güter auf die Schiene"
Forschungsgutachten zum Güterverkehr vorgelegt

"Die Bundesregierung will Mobilität gestalten, statt Staus zu verwalten. Das jetzt vorgelegte Gutachten liefert für die Erreichung unserer Ziele hilfreiche Erkenntnisse", erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin beim BMVBW, Angelika Mertens anlässlich der Vorstellung der Studie "lntermodale Verkehre in logistischen Prozessketten".
Der verstärkte Transport von Gütern auf der Schiene ist zur Bewältigung der künftigen Verkehrszuwächse dringend erforderlich
Das Forschungsgutachten mit dem Untersuchungsgegenstand "lntermodaler Verkehr Straße-Schiene" wurde gemeinsam von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V., der Deutschen Außenhandels- und Verkehrsakademie (DAV) und dem Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) erstellt. "Der Güterverkehr wird weiter zunehmen. Der Verkehrsbericht 2000 der Bundesregierung spricht von einer Steigerung um rund 64 Prozent bis zum Jahre 2015. Die Straße droht zum Engpass der logistischen Prozessketten zu werden", so Staatssekretärin Mertens.
Um den drohenden Verkehrsinfarkt zu vermeiden, sei daher die verstärkte Einbeziehung der Verkehrsträger Schiene und Wasserstraße zum Aufbau intermodaler Verkehre dringend erforderlich. Nach Einschätzung der Projektgruppe hat der Intermodale Verkehr bei entsprechenden politischen Rahmenbedingungen eine positive Zukunft.

Deshalb sei die Schaffung von einheitlichen Rahmenbedingungen für den Wettbewerb auf der Schiene eine wesentliche Forderung. "Zentrale Voraussetzung zur Schaffung eines diskriminierungsfreien Zugangs ist daher die konsequente Herauslösung des Schienennetzes aus der Holding der DB AG", heißt es im Gutachten.
Darüber hinaus fordert die Projektgruppe:

Vor dem Hintergrund des sprunghaft anwachsenden Güterverkehrs in der EU und der Wettbewerbssituation im Gütertransportmarkt sieht die Projektgruppe die Förderung des Kombinierten Verkehrs auch künftig als eine der zentralen verkehrspolitischen Herausforderungen an, Seitens der DB AG stehe ein Rückzug aus der Flächenversorgung bevor. Vor- und Nachläufe würden dann verstärkt über die Straße abgewickelt. Bei einer reinen Konzentration auf aufkommensstarke Strecken sei zu befürchten, dass das Gesamtsystem Schiene von den logistischen Trends und deren Herausforderungen abgekoppelt werde.
"Das System Schiene muss besser und schneller werden. Für dessen Optimierung ist der Rat von Fachleuten unabdingbar. Deshalb danke ich der Projektgruppe Intermodale Verkehre' für ihre Arbeit", erklärte Staatssekretärin Mertens.

Verkehrsnachrichten 4-01, Bundesministerium für Verkehrs, Bau- und Wohnungswesen