Bürgerinitiative B101
Petra Blankenburg
c/o Nachbarschaftszentrum
Halbauer Weg 2
12247 Berlin
an:
Regierender Bürgermeister von Berlin, Herr Klaus Wowereit, Berliner
Rathaus, 10173 Berlin
P D S Landesgeschäftsstelte Berlin, Karl Liebknecht Haus, z.H.
Herrn Gregor Gysi, Kleine Alexanderstr. 28 10178 Berlin
C D U Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin, z. H. Herrn Dr. Frank
Steffel, Preußischer Landtag, 10111 Berlin
F. D. P. Bundestagsfraktion Berlin, z.H. Hem Dr. Günter Rexrodt,
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Frau Dr. Sibyll?Anka Klotz, Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen,
Abgeordnetenhaus Berlin, Niederkirchner Str. 5, 10111 Berlin
Berlin, den 10.07.2001
Sehr geehrte Frau /Sehr geehrter Herr ,
allenthalben wird vom Neuanfang geredet, damit aktuelles Handeln begründet.
Vielleicht wird auch ein Neuanfang tatsächlich vorbereitet. Vielleicht
wird wider Erwarten auch geklärt, was außer Macht- und Personenwechsel
Neuanfang konkret bedeuten soll. Die Wählerinnen und Wähler sind
gespannt aber auch misstrauisch - Wahlplakate reichen nicht!
Für die Bürgerinitiative B 101 heißt Neuanfang auf gar
keinen Fall, mit der Debatte um dieses Projekt von vorne anzufangen. Wir
erwarten vor den Wahlen von denjenigen, die sich zur Wahl stellen,
klare Aussagen darüber, welche Lösung sie nach den Wahlen realisieren
wollen. Wir bitten klare Antworten auf unsere Fragen:
-
Der Neubau der B101 in Lankwitz und Südende - egal ob ebenerdig oder
als Tunnel - mit dem Anschluss an die Stadtautobahn A 100 ist nach unserer
Auffassung grundsätzlich völlig ungeeignet, die Verkehrsprobleme
im Süden Berlins zu lösen.
Welche Auffassung vertreten Sie?
-
Welche Möglichkeiten sehen Sie, durch eine bessere, koordinierte Planung
mit dem Land Brandenburg, eine frühzeitige Auffächerung des Verkehrs
zu erreichen?
-
Die Güterverkehrszentren im Süden lassen eine Zunahme des Güterverkehrs
in Berlin erwarten. Halten Sie die bisherigen Bemühungen, die zur
Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene unternommen wurden,
für ausreichend?
-
Welche Anstrengungen wollen Sie zukünftig unternehmen, um Güterverkehr
auf die Schiene zu verlagern?
-
Die Anhalter Bahn soll erst 2006 für den Regionalverkehr in Betrieb
genommen werden. Der neu bebaute Bahnhof Teltow verrottet inzwischen. Für
Pendler wird Mobilität von und nach Berlin auch in den nächsten
Jahren nur mit dem Auto möglich. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?
Werden Sie gegensteuern?
-
Das Land Berlin ist hochverschuldet. Wäre es nicht endlich an
der Zeit, die B101 in Lankwitz und Südende aus dem Flächennutzungsplan
und aus dem Stadtentwicklungsplan endgültig herauszunehmen, die freigehaltenen
Grundstücke zu veräußern und somit einen sinnvollen Beitrag
zur Haushaltssanierung zu leisten?
Den Bürgerinnen und Bürgern von Lankwitz und Südende
möchten wir Ihre Standpunkte in geeigneter Form, noch vor den Wahlen,
bekannt geben. Wir bitten um schnellstmögliche Antwort.
Mit freundlichem Gruß im Namen der Bürgerinitiative B101
Petra Blankenburg
Antwortschreiben:
der PDS
der SPD (pdf)
der CDU
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