Nr. 27 - 7. Jahrgang

LOKALZEITUNG FÜR STEGLITZ

Mittwoch, 19. Juni 2002


Artikel von Maichel Dutta
Anwohner begrüßen neue Pläne für B 101
Senat will Trasse aus dem Flächennutzungsplan nehmen

Lankwitz. Die Pläne des Senats, die Trasse der B 101 von Malteser Straße bis Munsterdamm aus dem Flächennutzungsplan zu nehmen, wird von der Bürgerinitiative "B 101" begrüßt.

BI-Sprecher Peter Stuhrberg: "Wir setzen uns dafür schon seit Jahren ein, weil wir der Meinung sind, dass die Straße entbehrlich ist." Vor den Verkehrsproblemen verschließt die BI nicht die Augen, will aber eine Verlagerung auf die Schiene erreichen und das Güterverkehrszentrum Grossbeeren besser anbinden. Weiterhin wird der Lückenschluss der Bahn nach Teltow dringend eingefordert, sowie ein Ausbau von "Park and Ride"-Systemen.

"Angebote schaffen!"

"In anderen Großstädten ist es völlig normal, dass Pendler mit Schnellzügen in die Stadt fahren", so Sturhberg. "Diese Möglichkeiten hat der in Teltow wohnende Arbeitnehmer im Moment nicht." Stuhrberg ist überzeugt, dass ein entsprechendes Angebot auch genutzt werden würde.

Der Bürgerinitiative widerstrebt der Gedanke, eine Schnellstraße durch historisch gewachsene Ortsteile zu bauen. "Zum Teil würde die Trasse sogar direkt über die Alt-Lankwitzer Grundschule führen", weiß Peter Stuhrberg. Eine ebenerdige Lösung sei für Südende und Lankwitz städtebaulich nicht vertretbar. Und die von der CDU-Fraktion geforderte Tunnellösung hält er für unrealistisch, utopisch und nicht finanzierbar.

Artikel von Maichel Dutta
Betroffene müssen jetzt aktiv werden
Bürgerinitiative B 101 unterstützt den Senat

Steglitz. Die Bürgerinitiative B 101 unterstützt das Vorhaben des Senats, die Trasse der umstrittenen Schnellstraße aus dem Flächennutzungsplan zu nehmen.

So werden die Senatsabsichten unterstützt, weil dadurch neue Klarheit geschaffen werde, so BI-Sprecher Peter Stuhrberg. Auch einem Verkauf der für die Trasse reservierten Flächen, die sich größtenteils im Besitz des Landes befinden, spräche dann nichts mehr entgegen, heißt es von Seiten der Bürgerinitiative. Stuhrberg fordert daher Interessierte und Betroffene auf, sich bei der Bürgerbeteiligung in der Senatsverwaltung für die Änderung auszusprechen.

Für Baustadtrat Uwe Stäglin (SPD) entfaltet sich im Moment eine "falsche Planungssystematik". Man solle das im Sommer vorliegende zweite IFO-Gutachten abwarten, weil das erste Gutachten nur vage Schlussfolgerungen zuließe, so der Dezernent. Ihm fehle die Grundlage für eine inhaltlich fundierte Stellungnahme.

Die frühzeitige Bürgerbeteiligung ist bei der Senatsverwaltung, I C 12, Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin möglich. Einsendeschluss ist der 28. Juni. Weitere Informationen im Bezirk bei Herrn Drobisch, Abteilung Bauen, Stadtplanung und Naturschutz, Kirchstr. 1/3 im Rathaus Zehlendorf.
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