Information der Bürgerinitiative B 101

Beteiligung der Bürgerinitiative B101 an der frühzeitigen Bürgerbeteiligung

Mit unserem Schreiben vom 26.6.02 nehmen wir als Bürgerinitiative B101 an der frühzeitigen Bürgerbeteiligung zur Änderung des Flächennutzungsplans teil. Falls Sie auch teilnehmen wollen, können Sie an die Beteiligungsunterlagen über unsere Internetseite (www.lankwitz.de/b101) gelangen.
Der beabsichtigten Änderung des Flächennutzungsplanes mit dem Ziel der Herausnahme einer direkten Straßenverbindung zwischen Malteserstraße und Munsterdamm (B101) stimmen wir voll zu. Begründet wird die Eingabe wie folgt:

Gegen den Bau der B 101 und die Freihaltung der Trasse im Flächennutzungsplan sprechen eine Vielzahl verkehrspolitischer und städtebaulicher Argumente, die ausführlich auf unserer Internetseite dargestellt sind. Als wichtigste seien im Folgenden genannt:

  1. Der Personen- und Güterverkehr wird mit den neuen Güterverteilzentren, Gewerbeparks und Vortortsiedlungen weiter zunehmen. Die B101 würde zu dem ihr unterstellten Ziel einer  Verkehrsentlastung nicht beitragen, sondern die Verkehrsprobleme vielmehr verschärfen. Als Hochleistungsstraße zöge sie weiteren Straßenverkehr in die Stadt. Die verkehrspolitischen Ziele, wie sie der Senat beispielsweise mit dem Modalsplit anstrebt, würden konterkariert werden. 
  2. Als Verbindung des äußeren und des inneren Autobahnringes entstünde eine fast geradlinige Nord-Süd-Transversale mit besonderer Attraktivität für den Fernverkehr als Transitstrecke. Der Kollaps auf der jetzt ohnehin schon stark belasteten Stadtautobahn wäre absehbar.
  3. Die B101 in ebenerdiger Form, wie sie beispielsweise im Senatsbeschluss vom 19.5.1998 vorgesehen war, ist städtebaulich in Lankwitz und Südende nicht integrierbar. Über 11 500 Bürgerinnen und Bürger haben sich in unserer Unterschriftenaktion 1998 dagegen ausgesprochen. Diese Einsicht wird inzwischen auch von allen in der BVV Steglitz-Zehlendorf vertretenen Parteien geteilt. Die Straße würde intakte Wohngebiete unter Inkaufnahme von Häuserabrissen durchschneiden, würde an Schulen und Kindergärten vorbeiführen, Grünanlagen und Kleingärten müssten weichen. Auch die im derzeitigen Flächennutzungsplan festgelegte teilweise Untertunnelung ist ist städtebaulich kaum besser und angesichts der desolaten Haushaltslage nicht finanzierbar, von längeren Tunnellösungen ganz zu schweigen.
  4. Die Herausnahme der B101 zwingt die Politik endlich umweltfreundliche, stadtverträgliche Verkehrslösungen zu realisieren, wie wir sie seit langem fordern:
  5. Die Streichung der B101 im Flächennutzungsplan beseitigt für die Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Ortsteilen eine Quelle anhaltender Unsicherheit. Für die Stadtplanung ergäben sich neue Möglichkeiten die Stadtquartiere attraktiv zu gestalten, Immobilieneigentümer und Wohnungswirtschaft hielten sich nicht länger mit längst fälligen Investitionen zurück. Wohnungsleerstand und Abwanderung ins Umland wären gebremst.

    Peter Stuhrberg

 


letzte Änderung: 27.6.2002, webmaster