.
Artikel von HDK
Senat will keinen Autotunnel
Streit um Ausbau der Bundesstraße 101 durch Lankwitz und Südende
entbrannt.
Lankwitz. Die Paul-Schneider-, Leonoren- und Halskestraße zu
übergeordneten Hauptverkehrsstraßen befördern? Nein, sagt die
CDU-FDP-Mehrheit in der Bezirksverordnetenversammlung und setzt sich damit
gegen SPD und Grüne durch - vorläufig.
Der Streit ist um den Teilabschnitt des künftigen Trassenverlaufs der
Bundestrasse 101 durch Alt-Lankwitz und Südende entbrannt. CDU und FDP
fordern, den Trassenverlauf so umzusetzen, wie bereits seit Jahrzehnten im
Flächennutzungsplan (FNP) eingezeichnet, und wünschen zu diesem Zweck
auch noch den Bau eines Straßentunnels zwischen Kamenzer Damm und
Munsterdamm.
Baukosten sparen
Die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung will dagegen
sparen. Die Strieder-Behörde strebt an, die bisher vorgesehene
Trassenführung - vom Kamenzer Damm bis zum Teltowkanal durch einen Tunnel
und dann über eine neue Brücke weiter bis zur Brandenburgischen Straße
- durch eine Änderung des FNP zu untergraben, indem sie die
Paul-Schneider-, Leonoren- und Halskestraße einfach zu übergeordneten
Hauptstraßen ernennt. Von einem Neubau der Bundesstraße 101 - ob nun
unter- oder überirdisch - ist keine Rede mehr. Ein paar neue
Straßenschilder und fertig. "Die wollen uns jetzt tatsächlich auch
noch erzählen, dass diese Straßen den Verkehr verkraften. Es sind keine
Ausbaumaßnahmen vorgesehen", so Kay Heinz Erhardt (FDP).
Mautgebühr für Tunnel
Natürlich ist auch den Liberalen klar, dass für einen Tunnelbau an
sich kein Geld da ist. "Wir wollen den Tunnel trotzdem gleich bis zum
Munsterdamm verlängern und denken an eine Mautgebühr zur Finanzierung
des Tunnels", erklärt Erhard die FDP-Pläne. (HDK)
. |