Nr. 41 - 7. Jahrgang

LOKALZEITUNG FÜR STEGLITZ

Mittwoch, 9. Oktober 2002


Artikel von HDK
Senat will keinen Autotunnel
Streit um Ausbau der Bundesstraße 101 durch Lankwitz und Südende entbrannt.

Lankwitz. Die Paul-Schneider-, Leonoren- und Halskestraße zu übergeordneten Hauptverkehrsstraßen befördern? Nein, sagt die CDU-FDP-Mehrheit in der Bezirksverordnetenversammlung und setzt sich damit gegen SPD und Grüne durch - vorläufig.

Der Streit ist um den Teilabschnitt des künftigen Trassenverlaufs der Bundestrasse 101 durch Alt-Lankwitz und Südende entbrannt. CDU und FDP fordern, den Trassenverlauf so umzusetzen, wie bereits seit Jahrzehnten im Flächennutzungsplan (FNP) eingezeichnet, und wünschen zu diesem Zweck auch noch den Bau eines Straßentunnels zwischen Kamenzer Damm und Munsterdamm.

Baukosten sparen

Die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung will dagegen sparen. Die Strieder-Behörde strebt an, die bisher vorgesehene Trassenführung - vom Kamenzer Damm bis zum Teltowkanal durch einen Tunnel und dann über eine neue Brücke weiter bis zur Brandenburgischen Straße - durch eine Änderung des FNP zu untergraben, indem sie die Paul-Schneider-, Leonoren- und Halskestraße einfach zu übergeordneten Hauptstraßen ernennt. Von einem Neubau der Bundesstraße 101 - ob nun unter- oder überirdisch - ist keine Rede mehr. Ein paar neue Straßenschilder und fertig. "Die wollen uns jetzt tatsächlich auch noch erzählen, dass diese Straßen den Verkehr verkraften. Es sind keine Ausbaumaßnahmen vorgesehen", so Kay Heinz Erhardt (FDP).

Mautgebühr für Tunnel

Natürlich ist auch den Liberalen klar, dass für einen Tunnelbau an sich kein Geld da ist. "Wir wollen den Tunnel trotzdem gleich bis zum Munsterdamm verlängern und denken an eine Mautgebühr zur Finanzierung des Tunnels", erklärt Erhard die FDP-Pläne. (HDK)
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