Endlich:
B 101 aus dem Flächennutzungsplan entfernt!
Kaum zu glauben, aber wahr! Am 13.11.03 hat das Abgeordnetenhaus von Berlin der Senatsvorlage zugestimmt, die Neubautrasse der B 101 zwischen Malteserstraße und Munsterdamm aus dem Flächennutzungsplan (FNP) zu streichen. Mit diesem Schritt der verkehrspolitischen Vernunft ist eine Hauptforderung unserer Bürgerinitiative erfüllt. Mehr als 15 000 Menschen hatten unser Anliegen mit ihrer Unterschrift unterstützt. Viele beteiligten sich an der Bürgerbeteiligung zur Änderung des FNP. Ihr Einsatz war nicht umsonst. Natürlich könnte man jetzt einwenden, eine neue Straße wäre angesichts der finanziell desolaten Lage unserer Stadt ohnehin nicht zu finanzieren. Mag sein, aber den Beschlüssen von Senat und Abgeordnetenhaus liegen umfangreiche verkehrswissenschaftliche Untersuchungen* zugrunde, die im Wesentlichen unsere Argumentation bestätigen. In den Erläuterungen zur Flächennutzungsplan-Änderung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung werden die Ergebnisse wie folgt zusammengefasst:
*(IVU - Studie, Dezember 2002) Dennoch bleiben auch für die Zukunft
noch viele Wünsche und Forderungen offen. Ganz wichtig: Die für die
Trasse freigehaltenen Flächen sind städtebaulich sinnvoll zu nutzen,
Veräußerungserlöse der landeseigenen Grundstücke möglichst rasch
dem notleidenden Haushalt zuzuführen. Hier ist vor allem der Bezirk
Steglitz-Zehlendorf gefragt, die Trassenfreihaltung aufzugeben und neue
Bebauungspläne auf der Grundlage des geltenden Flächennutzungsplans zu
erstellen. Auf keinen Fall darf es den Asphalt-Freunden (die es in
einigen Parteien immer noch gibt!) gelingen, sich über Verzögerungen
und Blockaden bei der Bauplanung ein Hintertürchen für den späteren
Schnellstraßenbau offen zu halten. Bei aller Freude über den Erfolg, dürfen wir aber auch nicht vergessen, dass viele Menschen an den stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen im Süden Berlins nach wie vor unter dem Autoverkehr leiden. Eine weitere Zunahme des Verkehrsaufkommens darf es daher auf keinen Fall geben. Im Gegenteil, eine schnelle, konsequente Umsetzung unserer Vorschläge wird für eine spürbare Entlastung sorgen:
Viel haben wir durch unser Engagement erreicht. Vieles bleibt noch zu tun. Bleiben wir also auch weiterhin wachsam und setzen wir uns aktiv für eine stadtverträgliche, bürgerfreundliche Verkehrspolitik ein! Neue Autobahnen und Schnellstraßen quer durch intakte Wohngebiete und lebenswichtige Grünflächen sollten in unserer Stadt für immer tabu sein! Sie erreichen die Bürgerinitiative auch
per E-Mail unter Berlin, den 15.3.2004 |