| 1. Einleitung:
In einer vom Nachbarschaftsverein Lankwitz im Sommer 1997 angeregten Gesprächsrunde u.a. mit dem Jugendamt, der Wohnungsbaugesellschaft GSW und der Jugendfreizeiteinrichtung Wichurastraße wurde festgestellt, daß gewaltsame Übergriffe von Jugendlichen auf Sachen und Personen im Umfeld der Lüdeckestraße ( Lankwitz-Ost ) zugenommen haben. Daraufhin wurde auf Initiative des Nachbarschaftsvereins im Oktober 1997 ein Team von OUTREACH - Mobile Jugendarbeit im Sozialraum Lankwitz-Ost eingesetzt. Schon zu Beginn der Arbeit des Streetworkerteams zeichnete sich ab, daß gravierende Probleme der Jugendlichen in Lankwitz mangelnde Freizeitangebote, Langeweile und vor allen Dingen fehlende Treffpunkte und Räumlichkeiten sind. In Gesprächen, auf Stadtteilkonferenzen und auf der 2. Präventionsbeiratssitzung des Bezirks Steglitz wurde das Problem thematisiert. So entstand die Idee, einen alten Bunker auf dem Gelände der FU als Jugendtreff nutzbar zu machen: |
| Zur Erinnerung :
Bunkerträume...! In letzter Zeit häufen sich in der Presse Artikel zum Thema " Der Bunker in der Malteserstraße soll Jugendtreff werden... !" Was hat es damit auf sich ? Sei geraumer Zeit sind die Mitarbeiter vom OUTREACH-Team in Lankwitz-Ost Robert Pomierski und Hagen Ludwig bemüht, für Jugendliche, die sie im Rahmen der Streetwork kennengelernt haben, Treffpunkte zu finden. Bisher treffen sich die Jugendlichen auf der Straße , in den Höfen und Grünanlagen. Probleme mit den Anwohnern bleiben da nicht aus! Deshalb steht auf Platz 1 der Wunschliste der von OUTREACH betreuten Jugendlichen, endlich Räumlichkeiten zu haben, die sie selbst gestalten können, in denen sie sich treffen und und auch mal ´ne Party feiern können, ohne andere zu stören. Gemeinsam mit der GSW und der Jugendförderung suchte OUTREACH nach Räumlichkeiten für die Jugendlichen. Dabei wurde OUTREACH auf den alten Bunker in der Malteserstraße aufmerksam. Ein Ort, der ideal zum Jugendtreff geeignet wäre: ein interessantes Flair, angemessene Entfernung zu Wohngebieten, verkehrsgünstige Lage, meterdicke Wände ( man kann so richtig Krach machen...), dazu die großzügigen Räumlichkeiten ! Ob Jugendcafé, regelmäßige Jugendkulturveranstaltungen wie Konzerte und Parties, Gruppenangebote wie Multimedia und andere Workshops, Beratungs- und Infoangebote, Proberäume für Bands und ein Kiez- und Kontaktbüro von OUTREACH, der Bunker bietet vielfältige Möglichkeiten. Dabei sollen die Jugendlichen von Anfang an in die Gestaltungsprozesse des "Bunkerlebens" einbezogen werden und dieses zunehmend selbst organisieren. Engagierte Anwohner, Eltern und vorort arbeitende freie Träger sollen die Jugendlichen dabei unterstützen. Angeschoben werden soll das Bunkerprojekt von OUTREACH in Kooperation mit dem Nachbarschaftsverein Lankwitz. Einziges Problem, den Bunker endlich nutzbar zu machen, sind die fehlenden 200000 DM für notwendige Umbauarbeiten. Angesichts der sich daraus ergebenden Perspektiven für Jugendliche in Lankwitz-Ost eine geringe Summe ! OUTREACH und der Nachbarschaftsverein Lankwitz sind gemeinsam mit der Jugendförderung bemüht, die fehlenden finanziellen Mittel aufzutreiben. Die GSW hat sich ebenfalls für den Bunker engagiert. Mit Unterstützung der Nachbarschaft, der Anwohner, Eltern und anderen freien Träger in Lankwitz wird es dann gelingen, einen jugendkulturellen Farbtupfer in das mit Jugendfreizeiteinrichtungen unterversorgte Lankwitz zu setzen. Dann werden Bunkerträume endlich wahr ! (aus einem Artikel des OUTREACH-Mitarbeiters Hagen Ludwig für die Stadtteilzeitung Lankwitz) |