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Tour 3
Otto und Gustav Lilienthal - Flugpionier und Architekt
1

Aus dem S-Bf. Lichterfelde West kommend betrachten wir das geschlossene Bauensemble des Vorplatzes mit dem reich bemalten Emisch-Haus, einem Kleinod. Wir folgen der Baseler- in die Potsdamer Straße, wo wir an repräsentativen Häusern der Villenkolonie Lichterfelde vorbeikommen.

2

Ein Abstecher führt uns in die Drakestr. 64a , wo sich das kleine Museum und Archiv des Heimatvereins Steglitz befinden. (Öffnungszeiten: Mo. 16-18, Mi. 15-18, So. 14-17 Uhr)

3

In der Marthastr. 5 betrachten wir die 'Wohnburg' des Architekten Gustav Lilienthal (1849-1933) mit Gedenktafel. Gustav, ein Jahrjünger als sein Bruder Otto, war vielseitig begabt. Von Anfang an half er seinem Bruder beim Bau von Flugapparaten, entwickelte Kinderspielzeug (Anker-Steinbaukasten), engagierte sich in Reformprojekten und baute Villen und Fertigteilhäuser in und um Berlin.
In der Marthastr. Nr. 4 und 4a sowie Paulinenstr. 24-28 und Weddigenweg 17, 16, 9 und 8 sehen wir weitere Lilienthal-Häuser. Auf dem Weg dahin kommen wir an der Ecke Paulinenstraße / Kadettenweg am Gedenkstein für das Königlich Preussische Kadettenkorps (1717-1919) vorbei.

 

 

4

Ein Abstecher über die Finckensteinallee und die Berner Str. bringt uns zum Parkfriedhof Lichterfelde, wo sich in Abt. 18 das Grab Gustav Lilienthals befindet. Von der Appenzeller-, dann Wismarer Str. biegen wir vor der Brücke auf die Uferpromenade des Teltowkanals und stoßen bei der Bäkebrücke auf unseren Radwanderweg.

Tipp: Kurz vor Punkt 5 der Tour kann ein Ausflug zum Miniaturmuseum im Hotel Morgenland (Finkensteinallee 23-27) führen. Die Sammlung zeigt im Maßstab 1:12 anhand von Schlössern, Türmen, Häusern und Inneneinrichtungen die europäische Entwicklung von Architektur, Kulturgeschichte, Mode sowie Lebens- und Wohnformen vom 14. bis zum 20. Jahrhundert. (Öffnungszeiten: Freitag - Montag 11:00 - 17:00 Uhr)

 

5

Nach der Drakestraße und Königsberger Straße entdecken wir links auf der Eduard-Spanner-Promenade den Bug eines Schiffes und die Zugmaschine der alten Treidelbahn.

6

Kurz danach erblicken wir die Ikarusfigur des 1914 nach Plänen von Peter Breuer (Bauhaus) gestalteten Lilienthal-Denkmals.

 

7

Zurück zur Königsberger Straße fahren wir über den Oberhofer Weg zur Lilienthal-Gedenkstätte in der Schütte-Lanz-Straße. Otto Lilienthal (1848-1896), vom Flugverhalten der Störche inspiriert, hatte 1874 begonnen Flugapparate zu bauen. Nach Flugversuchen in Derwitz und den Rhinower Bergen, ließ er 1893 hier, in Lichterfelde, den 15 m hohen 'Fliegeberg' errichten. Heute sehen wir den 1932 von Fritz Freymüller umgestalteten Fliegeberg. Das angrenzende Gebäude diente als Lagerhalle für die Flugapparate. Seit den 50er Jahren war es das Lilienthal und Luftfahrtmuseum, das in den 70er Jahren aufgelöst wurde. Heute ist es das Nachbarschaftshaus Lilienthal.

8

Auf dem Weg zum S-Bahnhof Lichterfelde Ost machen wir auf dem Friedhof Lankwitz an der Lange Straße halt. Hier finden wir das Grab von Otto Lilienthal, der im August 1896 bei einem Flugversuch tödlich verunglückte.

9

Unsere Tour endet am S-Bahnhof Lichterfelde Ost, wo in der Eingangshalle eine große Gedenktafel an die erste elektrische Bahn der Welt erinnert. Sie wurde von Siemens & Halske am 16. Mai 1881 eingeweiht.

 

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